MiniComic 20 : Was ist ein BarCamp?

Worum es im transkribierten Comic geht

Dieses MiniComic ist in Zusammenarbeit mit dem queerfeministischen FemCamp 2014, einem BarCamp in Wien entstanden. Es geht darum des Grundkonzept von Barcamps zu erklären. Im Gegensatz zu meinen bisherigen Transkription habe ich mich für die Markierung der Geschlechtszughörigkeit (trans, cis, genderqueer, Frau, Mann) und der Rassifizierung entschieden (schwarz, asiatisch, weiß). Mir geht es um Sichtbarkeit, zum Teil ist sie aus dem Comic visuell erkennbar, zum Teil nicht. Was haltet ihr von der Umsetzung? Worte & Bilder & Transkription : Anna Heger, 2014

Transkription des Comics: Was ist ein BarCamp?

  1. Das Logo der BarCamps: wie ein nach rechts fliegender Feuerball mit einem Muster aus kleinen Spiralen.
  2. Was ist das tolle an einem BarCamp? Alles ist offen! Also fast alles … Ganz oft gibt es beim BarCamp ein übergeordnetes Thema. Vielleicht gibt es Camping und eine Bar beim BarCamp, aber das ist nicht notwendig.
  3. Ein Orgateam plant Räume, Pausen und eine offene Sessionstruktur. Drei Händen schreiben gemeinsam an den Notizen auf einen Schmierzettel.
  4. Ein Schild mit der Aufschrift: „BarCamp. Räume E, F, G.“ Darauf auch ein Pfeil der in Richtung der Räume zeigt.
  5. Teilnehmer_innen schlagen im ersten Plenum Sessions vor. Eine weisse trans Frau mit langen blonden Haaren, lackierten Fingernägeln und Armbändern schreibt mit der linken Hand einen Sessionvorschlag auf eine Karteikarte.
  6. Sie schlagen zum Beispiel Workshops vor. Eine asiatische cis Frau mit rundem Gesicht, halblangen schwarzen Haaren und einer modischen Mütze schlägt die erste Session vor. Sie lächelt und trägt eine Lederjacke über einem gestreiften Shirt.
  7. Sie schlagen Vorträge vor. Eine schwarze cis Frau mit schmalen, langen Zöpfen, die am Hinterkopf zusammengebunden sind, liest die Beschreibung für ihre Session vom einer Karteikarte ab: Bei Session 8 geht es …
  8. Sie schlagen Diskussionsrunden vor. Eine genderqueere trans Person schlägt seine Session vor. Diese Person ist weiß, hat kurze, wellige, dunkelblonde Haaren und ein kleinen Kinnbart. Die Person trägt das weißes Hemd offen über einem schwarzen Shirt und blickt etwas schüchtern drein.
  9. In einem großen Saal stellen zwei weiße Frauen die verschiedenen Sessions vor. Die eine trägt Rock und Jacket und die andere ein weites, bequemes Oberteil und Jeans. An der Tafel wurden schon einige Karteikarten befestigt sind. Im Publikum sitzen viele Menschen mit verschiedenen Zugehörigkeiten was Geschlecht und Rassifizierung angeht- jedoch ist nur ein Ausschnitt zu sehen, auf dem etwa 10, 15 zu sehen sind. Einige heben die Hand um sich zu melden oder rufen „hier ich “ in die Runde.
    Die cis Frau vor der Tafel, die einen dunklen Rock und ein helles Jacket trägt konstatiert: „okay, 14 Leute“. Die trans Frau mit langen Haaren und einem weiten Oberteil zeigt auf die Tafel und fragt: „Und wer will zu …“.
    Auf dem Plenum entscheidet sich ob und wie viele an den vorgeschlagenen Sessions Interesse haben. Je nach Raumbedarf entsteht das Tagesprogramm.
  10. In einem vergrößerten Ausschnitt der Tafel ist das beschlossene Tagesprogramm für den Nachmittag mit Karteikarten abgebildet. In den Räumen E, F und G finden Sessions mit den folgenden Inhalten statt: Netzpolitik, Sexismus, SexWatch, Far Out, Twitter, Rails Girls, Digital, Aktivismus, Privatsphäre. Auf jeder Karteikarte steht auch der Twittername, der Menschen die sie geben. Ein paar Zeitbereiche auf der Übersicht sind noch frei.
  11. Ein BarCamp ist eine Unkonferenz, es gibt Zeit und Raum für alles was sich sonst zwischen Tür und Angel ergibt. Es geht darum Neues auszuprobieren, Wissen weiterzugeben und vor allem Spaß zu haben.
  12. In den Sessions entstehen neue Ideen für weitere Sessions. Eine weisse cis Frau mit halblangen Haaren sitzt vergnügt neben einer weissen trans Frau mit glatten zurück gekämmten Haaren. Die erstere schlägt der anderen vor: „Du, lass uns das bauen …“. In Gedanken hat sie einen technischen Workshop. Drei Menschen sitzen um einen Tisch, der voll geräumt ist mit Widerständen, einem Schaltplan, einem Lötkolben und weiterem Kleinkram. Eine weisse cis Frau mit Pony und hochgesteckten Haaren beugt sich vor, während sie etwas zusammenschraubt. Rechts von ihr, greift eine weisse genderqueere Person mit unsymmetrischem Haarschnitt nach dem Lötkolben. Außerdem ist eine dritte Person mit langen dunklen Haaren von hinten zu sehen. Sie hält einen Schraubenzieher hoch.
  13. Ein fröhlich drein blickender Holzfrosch mit gemusterter Haut und bestechenden Augen ist vor dem Abspann abgebildet. Es ist der @freefrosch – ein Maskottchen des FemCamps.

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