ganzkurz200913

Empfehlungen zum Zeichnen zu lernen: Mir half es einen Zeichenrhythmus im Leben zu haben/finden. 1mal pro Tag war zu viel, also 2-3 die Woche für mich damals. Es hilft wenn es in regelmässige Tätigkeiten einzubauen oder wechselnde Challenges zu finden die Spass machen. Ein Skizzenbuch ist gut, vielleicht ein altes Notizbuch. Beispielchallenges:
bebilderte Hashtags als Vorlage; Screenshots aus Filmen, die ich gucke und mag. Vielfalt bei Referenzen ist wichtig, also nicht nur weiss dünn und normschön.

ganzkurz200901

Antwort auf einen Tweet von letztem Dezember von Victoria Linnea. Ich habe ihr direkte Nachrichten geschickt und wir haben dann besprochen, dass ein Twitterthread am besten funktionieren würde.

Gibt es für #Neopronomen so was wie Schöpfunghöhe, also Urhebersonstwas? Ich testlese gerade eine Kurzgeschichte und bin verwirrt, weil es im Vorwort so klingt, als wäre xier ein Markenname, was dementsprechend auch erwähnt werden muss.

— Victoria Linnea (@VictoriaLinnea1) December 20, 2019

@VictoriaLinnea1, dein Tweet ist schon 8 Monate alt und ich mag gern noch drauf antworten.

Es folgt ein Thread zum Thema Neopronomen, Urheberrecht, Verbreitung, Pronomenversionen und eine Sammlung von Texten mit xier Pronomen.

Seit 2009 entwickle ich die xier Pronomen, geschlechtsneutrale Pronomen für die dritte Person Singular: www.annaheger.de/pronomen . Diese werden in den letzten Jahren verstärkt von ÜbersetzerInnen und AutorInnen genutzt. Verlage und LektorInnen fragen mich auch wegen dem Urheberrecht an. Ich weiß nicht was für ein Urheberrecht für einzelne Wörter und ihre Grammatik gilt, ich habe es nicht beansprucht. Ich will, dass die Pronomen sich verbreiten. Bei ihrer Verwendung schleifen sich Wörter und grammatikalische Systeme ab und verbessern sich und passen sich an.

Ich finde die Erwähnung der Herkunft und die Angabe der Version der verwendeten Pronomen sehr sinnvoll. Lesenden erfahren wo die Neopronomen herkommen und können mehr erfahren.

Einige Verlage und AutorInnen schicken mir Belegexemplare von Büchern mit xier Pronomen und ich hab mich unheimlich über Buch und Kontaktaufnahme gefreut. Auf annaheger.de/pronomentexte zitiere ich Kurzgeschichten, Bücher, Buchübersetzungen, Synchronisationen, Untertitel und Artikel, die xier Pronomen verwenden. Ich freue mich immer über Hinweise auf weitere Publikationen.

ganzkurz200810

Antwort auf eine Facebookanfrage, „man“, „jemand“, „jemanden“ und „jemandem“ und „Gesprächspartner“ geschlechtsneutral formuliert werden können: Also statt „man“ benutze ich oft „eins“, „ich“ oder „du“ als verallgemeinernde Formen. Das funktioniert je nach Kontext. Für „jemand“ und Co verwende ich „wer“, „wen“, „wem“, also „da musst du vor ort wen fragen“. Für „Gesprächspartner“ könnte „GesprächspartnerInnen“, also die Mehrzahl mit BinnenI gehen, ansonsten „Gegenüber“ „Kontakt“ „Mensch“ „Person“, musst du gucke was in deinem Kontext passt.

Darauf kam der Hinweis, dass das BinnenI sehr zweigeschlechtlich und ausschließend für nichtbinäre Menschen sei:
Diesem Ansatz bin ich oft begegnet und ich frag mich wo der herkommt. Ich bin selber nichtbinär und die Form schließt mich nicht aus weil durch die Schreibweise der gleiche Glotisschlag, diese Lücke im Sprechen, erzeugt wird wie zum Beispiel beim Gendergap. Außerdem hat das BinnenI noch andere Vorteile. Wo würdest du sagen, kommt die zweigeschlechtliche Konnotation her. Mich interessiert das sehr und ich würde mich über Antwort freuen.

ganzkurz200804

Antwort auf folgenden Tweet:

Bitte sprich von Transgender-Personen. Das Wort transgender ist Englischen ein Adjektiv und sollte auch im Deutschen so verwendet werden (auch wenn der Duden derzeit etwas anderes behauptet). Es geht um Menschen.

— Operator Burstup (@Burstup) August 3, 2020

Ich glaube trans als Adjektiv reicht völlig: trans Frau und trans Mann, analog mit cis. Allgemeiner funktionieren dann trans Menschen bzw cis Menschen.

ganzkurz200714

Meine Tweet Antworten auf:

Nein, es ist ein Spektrum. Jede nicht binäre Person kann darauf woanders liegen oder gar sich gar keinem Geschlecht zugehörig fühlen.

— ara. 🏳️‍🌈 (@MySuitcaseLife) July 14, 2020

Ich find's sinnvoller, von Raum, Universum etc. zu sprechen. Spektrum wird 2D dargestellt; wir brauchen Geschlecht als Ausdehnung und nicht als Punkte auf einer Linie.

Zumal diese Linie halt zu oft als polig (männlich-weiblich) mit anderen Formen (dazwischen) gedacht wird.

— Joke (@laufmoos) July 14, 2020

multidimensionaler Phasenraum
noch mehr als die 3 räumlichen Dimensionen

Auf jeden Fall! Ich brauche Zeit als Faktor in meinem Geschlechtermodell.

— Joke (@laufmoos) July 14, 2020

ja bekommst du, ist ja dynamisch. und verschiedene variablen spannen den phasenraum auf. ausserdem gibt es individuell unterschiedliche randbedingungen…

(ich zitiere aus der nichtlinearen Dynamik, nebst Selbstorganisation und Musterbilding aus den Naturwissenschaften )

ganzkurz181112

Meine Antwort auf die Frage in einem Tweet von Zesyra.

Liebe cis Follower'innen: Wenn ihr Veranstaltungen/Workshops oder ähnliches gestaltet, in denen es Vorstellungsrunden gibt, normalisiert bitte die Vorstellung mit Namen und Pronomen.
Auch und gerade wenn ihr das Gefühl habt das wäre ja eh eindeutig am Äußeren zu erkennen. Danke.

— Zesyra (@Zesyra) November 12, 2018

Und wenn ihr euch in Workshops o.ä. vorstellt, dann stellt euch mit eurem Namen und Pronomen vor. Auch wenn ihr glaubt das wäre euch ja anzusehen. Normalisiert das.
Ihr zeigt damit auch, dass es für mich vielleicht eine Option ist mich zu outen.

— Zesyra (@Zesyra) November 12, 2018

Bin selber trans und habe aufgehört das in Workshops-Pronomenrunden zu machen. Während des Workshops werden gegenderte Pronomen meistens nicht verwendet. Ich hab viel dankbare Rückmeldung von Leuten bekommen, sehr vielen nonbinaries, weil ich den Outingdruck raus genommen hab.

Leute verwendeten eher „ich“ und „was du sagtest“ mit Fingerzeig zu der Person.

Das ist natürlich cool, habe ich leider sehr anders erlebt.

— Zesyra (@Zesyra) November 12, 2018

Erinner mich jetzt dass ich es gesagt hab. Hatte zuvor immer Pronomenrunden gemacht, aus den Gründen, die du beschriebst. Hab vom Outingstress gelesen und am Anfang gesagt, dass wir keine Pronomenrunde machen, Leute die wollen dürften und es wäre toll „du“ und „ich“ zu nehmen.

ganzkurz070805

Workshop zu Beziehungsformen zusammen mit Antidote auf dem Lady Fest Wien 2007.

Wie ist das mit Zeitplanung, Resonanzfreude, Eifersucht, Pärchenzwang, Treueprinzip und Monogamiegebot? Du ärgerst dich über die Klischees und Vorurteile die damit zu tun haben, dass du oder dass du nicht in einer Beziehung lebst. Deine Liebste/…/Dein Liebster liebt noch jemanden, aber eure Liebe ist überhaupt nicht vorbei. Du überlegst wie das gehen kann. Du führst mehrere Beziehungen oder würdest das gerne tun und hast Lust dich mit anderen in Mehrfachbeziehungen und Polyamorie auszutauschen. Du bist polyamant, führst zur Zeit keine Beziehung und überlegst wie du neuen Bekanntschaften mitteilst, dass du dir gut vorstellen kannst mehr als eine Freundin/…/Freund zu haben. Du kannst dich in den vorhanden, verbreiteten Beziehungs- und Kontaktformen nicht wiederfinden. Freundin/…/Freund, Geliebte/…/Geliebter, große Liebe, Familie, Sexpartnerin/…/Sexpartner reichen nicht aus um deine Wünsche und Gefühle für andere Menschen auszudrücken. Welche verschiedenen Arten von Kontakt zu anderen kann es geben? Von welchen Alltagserlebnissen kannst du berichten? Wie ist das mit Zeitplanung, Resonanzfreude, Eifersucht, Pärchenzwang, Treueprinzip und Monogamiegebot? Wir machen keinen Vortrag, sondern machen Raum, um sich über Wunschvorstellungen, reale Geschichten, alternative Beziehungsformen und mehr auszutauschen.