DiverserLesen260219

„Proxi“ von Aiki Mira echt nach meinem Geschmack: Hopepunk, tolles Pacing, wenig Redundanz und die Sprache, die Sprache ey. Einige sprechen Euromisch mit Einflüssen vieler Sprachen die heute schon im jugendsprachlichen Deutsch auftauchen. Lohnt sich zu googeln was eins nicht schon kennt.

Zitat:
Bă, bei uns wird nicht gespritzt. Sus, wir gehen hier viele kleine Schritte, um den Planeten wieder etwas mehr spoko, frumii, magniv an Leben zu machen.

Und über n Nebenchara wird in „Proxi“ ohne Pronomen mit neutralen Substantiven gesprochen.

Zitat:
»Assia, Game-Designerx«, stellt Gahda die Person vor. Feine Gesichtszüge, die sich nicht mehr lesen lassen, in denen die roten Bläschen einzigartige Muster bilden.

Und es gibt so viele coole Details, meine zwei Highlights: Leute mit Solarservern die nur gamen wenn die Sonne scheint. Neocarbon-Zerstäuber, die die Knochen, also auch das Rückgrat von Biosynths zerstören, für mich ein Symbol für authoritäre Gleichschaltung.

Foto vom Einband von Proxi - eine Endzeit-Utopie von Aiki Mira beim Tor Verlag. Auf dunkelgrünem Hintergrund der Titel in bunten Großbuchstaben, darüber ein Vogel mit langem Schnabel an grosser Blüte, der sich nach rechts immer mehr in Pixel auflöst.

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