Presse : Erwähnungen der xier Pronomen

Hier finden sich Presse zu den xier Pronomen, sie sind umgekehrt chronologisch nach Erscheinungsdatum sortiert. Ausschnitte von Texten, Filmsynchronisationen und Untertiteln sind auf Pronomentexte zusammengestellt. Außerdem gibt es eine Presseseite für Illi Anna Heger im Allgemeinen.


2021

Interview: Geschlechtsneutrale Pronomen entwickeln

Interview von Lena Mohr mit Illi Anna Heger, für Univativ Magazin, 18.04.2021. (abgerufen 19.04.2021)

Illi Anna Heger hat das Pronomen “xier” als geschlechtsneutrale Alternative zu “er” und “sie” entwickelt. Die Univativ hat mit Heger darüber gesprochen, wie es ist, ein Pronomen zu erfinden.

„Auf einem Sonnenstrahl“ von Tillie Walden

Artikel von Nicolas Bühler auf buchwinkel.de, 17.03.2021. (abgerufen 31.03.2021)

Bei Tillie Walden ist Platz für alle, unabhängig ob die Figuren queer, nonbinär oder nichtsprechend sind. In der Weltraumcrew ist zum Beispiel Elliot für die technischen Verkabelungen zuständig. Xier nutzt weder sie- noch er-Pronomen. Das alles ist selbstverständlich in die Handlung eingebettet.

Charlie Kaufman: Hasst du dich lieb?

Artikel von Carsten Schrader für kulturnews.de, 22.03.2021. (abgerufen 31.03.2021)

„Die dritte Person Plural ist in grammatikalischer und vor allem ästhetischer Hinsicht inakzeptabel. Xier ist die überlegene Lösung des Problems nichtgegenderter Pronomen, dem wir uns als ein Volk des erweiterten Gender-Spektrums heutzutage gegenübersehen“, lässt Kaufman seinen Antihelden sagen. Lacht der alte weiße Leser, wenn solche Diskurse immer wieder auftauchen und karikiert werden? Dann bleibt ihm das Lachen im Halse stecken.

Der Blick des namenlosen Affen

FAZ Artikel von Bert Rebhandl, Frankfurter Allgemeine Zeitung, online, 18.03.2021. (abgerufen 31.03.2021)

Rebhandl: »Eine Herausforderung für Übersetzungen des Romans liegt in dem Gebrauch der Personalpronomen. B. spricht von sich als „xier“, im Original: „thon“, so viel wie „that one“. Auch das ein komplizierter Versuch, sich Festlegungen zu entziehen.«

Kaufmann: »Die meisten denken, ich hätte das erfunden, aber „thon“ war schon in den 1930er Jahren ein Versuch, ein genderneutrales Pronomen zu erfinden. Ich habe nicht mit dem Übersetzer gesprochen – funktioniert das denn gut im Deutschen?«

Rebhandl: »Ich finde die Lösung „xier“ sehr gelungen, „x – sie – er“.«

Im fliegenden Fisch durch die Galaxie

SZ Artikel von Martina Knoben, in der Süddeutschen Zeitung, gedruckt in der Literaturbeilage, Seite 36, 16.03.2021, online im Ressort Kultur, 15.03.2021, abgerufen 08.04.2021.

Tillie Walden zeichnet sie, wie sie ihr gefällt. Dazu gehört die Anerkennung der lesbischen Liebe: „Wir sind so stolz.“ – „Wie schön, dass du jemand Starkes an deiner Seite hast“, reagieren Grace’ Schwestern, als sie zum ersten Mal deren Freundin Mia kennenlernen. Und von Elliot als nicht-binärer Person ist konsequent als „xier“ (ein Pronomen, das „sie“ und „er“ verbindet) die Rede.

Nichtbinäre Geschlechtsidentität

Wikipedia-Eintrag abgerufen am 14.03.2021.

Ab 2009 entwickelte Illi Anna Heger das Personalpronomen xier/xieser/xiem/xien, zusammen mit den Possessivpronomen xiesa, xiese, xies und dem Artikel und Relativpronomen dier/dies/diem/dien. Es gilt als eines der wenigen durchdeklinierten „Neopronomen“ und findet gelegentliche Verwendung in Presseberichten über nichtbinäre Personen und bei Übersetzungen entsprechender fremdsprachiger Bücher, Filme und Comics (Beispiele: Das Land der Juwelen, Transparent: Xier unterwegs).

Wie man geschlechterneutral sprechen kann. Ich, du, er, sie, xier: Auch im Deutschen gibt es Vorschläge, doch wie werden sie genutzt?

Artikel von Salome D. Heyn in der Ostfriesenzeitung, gedruckt am 01.03.2021 auf Seite 9.

Damals, so Heger, habe es im Englischen neben „they“ auch neue Pronomen gegeben. „Ich wusste
also: Das Konzept des geschlechterneutralen Pronomen gibt’s, aber im Deutschen gab es da noch keine Möglichkeit. Hätte es schon ein Pronomen gegeben, hätte ich’s vermutlich genommen“, meint Heger. Das Pronomen „xier“ sei also aus persönlicher Motivation entstanden, aber auch mit der Idee, es für andere nutzbar machen zu können. Deswegen hat Heger nicht nur das Pronomen an sich, sondern auch die weiteren Formen entlang der grammatischen Fälle entwickelt.

Das Land der Juwelen

Wikipedia-Eintrag abgerufen am 01.02.2021.

Die Redaktion entschied sich für die Verwendung einer Reihe von Pronomen ohne Geschlecht, um die Geschlechtsneutralität der Edelsteine sprachlich auszudrücken. Es wurde auf die xier–Pronomen zurückgegriffen, die 2013 von Illi Anna Heger entwickelt wurden.

2020

Illi Anna Heger’s Grammatical Futurity

Artikel von Nichole Neuman, in „Seminar: A Journal of Germanic Studies“, Vol. 56 Issue 3-4, 12.11.2020, Seiten 302-321, ISSN 0037-1939.

Heger’s Xier packt xiesen Koffer is the culmination of many iterations of thinking, writing about, and illustrating their discontent with the binary structure of personal pronouns in the German language. The comic-zine Xier itself provides some of its history, but a complete picture of Heger’s musings and long-term commitment to the creation and usage of gender-neutral pronouns in German fully emerges when Xier is read in tandem with their original blog posts. These posts mirror the evolution of Heger’s meditations on gender-neutral pronouns with an evolution in form from blog posts to differing media (a mini-comic, then the comic-zine).

Übersetzung:

Heger’s „Xier packt xiesen Koffer“ stellt den Höhepunkt vieler Denkiterationen über die Unzufriedenheit mit der binären Struktur der Personalpronomen in der deutschen Sprache zu schreiben und es visuell umzusetzen. Das Comic-Zine „Xier“ ist dabei Teil seiner Geschichte, aber das Gesamtbild von Heger’s Überlegungen und dem längerfristigen Engagement für die Entwicklung und Benutzung von geschlechtsneutralen Pronomen im Deutschen tritt zutage wenn „Xier“ zusammen mit den ursprünglichen Blog-Beiträgen gelesen wird. Diese Blog-Beiträge spiegeln die Evolution von Heger’s Überlegungen zu geschlechtsneutralen Pronomen mit einer Evolution der Formen von Blog-Einträgen zu anderen Medienformen (ein Mini-Comic, dann eine Comic-Zine).

LSBTIQ & Arbeit

Broschüre vom Magistrat der Stadt Frankfurt am Main, Amt für multikulturelle Angelegenheiten, 01.11.2020.

Für die deutsche Sprache werden mehrere Optionen vorgeschlagen. Einige Men­schen verwenden für sich selbst Mischungen (sier, ersie, er_sie, sie_er), anderssprachige Alternativen (das schwedische hen oder das englische they) oder neue Formen(xier), die „sie“ und „er“ ergänzen.

Mit Finelinern gegen das Grobe

SZ Artikel von Justus Wilke, Süddeutsche Zeitung, gedruckt in der SZ für München, Stadtviertel, Seite R10, 24.10.2020 und SZ für die Landkreise, Seite R8, 27.10.2020 und online 23.10.2020.

Heger selbst sagt, sie beschäftige sich mit „Marginalisierungen, von denen ich betroffen bin, und Themen, wo ich in der privilegierten Position bin“. Konkrete Beispiele sind Illi Anna Hegers Comics über Queer-Feminismus oder eben Rassismus, wie die Skizzen von der Demo in Trudering.

Genderinklusive Sprache im DaF-Unterricht

Artikel von Steffen Kaupp für die Website des Goethe-Institut, 01.09.2020. (abgerufen 22.10.2020)

Ein genderinklusiver Unterricht hört natürlich nicht mit den Nomen auf. Häufig verwendet wird auch das Personalpronomen xier, das in der deutschen Transcommunity entstanden ist. Auf Illi Anna Hegers Webseite findet man ausführliche Erklärungen zur Benutzung dieser Pronomen. Wie bei den genderneutralen Nomen ist es am wichtigsten, bei den Lernenden ein Bewusstsein für diese Pronomen zu schaffen. Das bedeutet nicht, dass diese im Detail eingeführt und diskutiert werden müssen.

In den Farben vereint

Artikel von Daniel Welsch für die Website des Goethe-Institut e.V., 17.07.2020. (abgerufen 19.07.2020)

Mit dem nichtbinären Pronomen „xier“ hat Illi Anna Heger selbst eine solche Alternative entwickelt. „Mein Pronomen ‚xier‘ wird von manchen trans Personen verwendet, aber viele Menschen auf dem Trans-Spektrum verwenden als Eigenbezeichnung ‚er‘ oder ‚sie‘“, so Illi Anna Heger. „Das sollte die betroffene Person immer selbst entscheiden. ‚Xier‘ ist auch nicht per se als Pronomen für trans Personen gedacht. Es kann hilfreich sein, um über nichtbinäre Personen zu sprechen oder auch über eine Gruppe, wenn man deren Gender nicht kennt.“

Kennen xier das Gendersternchen?

Fokus Artikel, von Michael Ehlers für Fokus Online, 16.07.2020. (abgerufen 01.09.2020)

Oder bei Neopronomen, wie xier, sie_er, er_sie oder sier. Finden Sie das albern oder unnötig? Tja, mag sein. Aber wir nutzen Sprache, um unsere Welt zu beschreiben. Und die verändert sich ständig. Und unsere Sprache gleich mit.

I usually recommend „xier“

Tweet von @cuffedCatling, 30.06.2020.(abgerufen 18.07.2020)

I usually recommend „xier“. Not because it is the most used pronoun by nonbinary people (it isn’t, and there isn’t one), but because it is one of the oldest german neopronouns for the current generation of queers, and because all the alternatives have big flaws in my opinion

— hungryKitten (@cuffedCatling) June 30, 2020

Übersetzung:

Ich empfehle meistens ‚xier‘. Nicht weil es das meist benutzte Pronomen von nichtbinären Menschen ist (das ist es nicht und so eines gibt es nicht), aber weil es eines der ältesten deutschen Neopronomen der derzeitigen queeren Generation ist und weil die anderen Alternativen, meiner Meinung, große Mängel aufweisen.

Die Quellenlage

Twitter Thread von C. F. Srebalus, 15.05.2020.(abgerufen 01.09.2020)

Es gibt mittlerweile einige #Neopronomen wie z.B. xier, sier oder en. […] Ich weiß noch, wie ich 2013 wie Arbeit zum Generischen Femininum und sprachlicher Repräsentation schrieb. Die Quellenlage war echt schlecht, aber auch da bin ich bereits auf die Sylvain-Konvention u. Anna Heger gestoßen sowie hän im Skandinavischen.

— C. F. Srebalus (@CFSrebalus) May 15, 2020, May 15, 2020

Von Humanimals, Einhörnern und Meerjungfrauen

Artikel von Friedericke Nastold in FKW, Zeitschrift für Geschlechterforschung und Visuelle Kultur, Nr 67, April 2020, ISSN 0935-6967, Seite 63.

Tejal Shah verwendet auf xieser Homepage das Pronomen they/their um xiese queere Position zu markieren. Um diese Markierung fortzuschreiben, verwende ich im Text das Gender*. Für die Possessivpronomen experimentiere ich im Folgenden mit xier/xiesen, was sich in unterschiedlichen aktivistischen Kontexten in Entwicklung befindet (vgl. https://annaheger.wordpress.com/pro-nomen/transkription/ (12.08.2019)).

Please Don’t Gender Me! – Strategies for Inclusive Language Instruction in a Gender-Diverse Campus Community

Buchkapitel von Angineh Djavadghazaryans, Seiten 269-287 in „Diversity and Decolonization in German Studies“, ISBN 978-3-030-34341-5, Palgrave Macmillan Cham, 13.02.2020.

As these language patterns have not been officially adapted into the language, there exist no universally accepted options and new language forms are still emerging […] Just like English, German has several sets of gender-neutral pronouns. The most commonly used and most developed throughout the cases appears to be xier (Xier geht heute einkaufen) while x, nin, seis, sei, sif and sier are lesser known options.

Übersetzung:

Diese Sprachmuster wurden noch nicht offiziell anerkannt, deswegen gibt es keine universel akzeptierte Option und neue Formen sind am Entstehen. […] Wie das Englische, hat auch das Deutsche verschiedene Sets an genderneutralen Pronomen. Die am häufigsten benutzte und was die verschiedenen Fälle angeht am meisten entwickelte Variante scheint xier zu sein (Xier geht heute einkaufen). Andere Formen, wie x, nin, seis, sei, sif and sier sind weniger bekannte Optionen.

Genderneutralizacja polszczyzny?

Artikel von Andrea, 02.02.2020. (abgerufen 20.03.2021)

Niemiecki nie ma luksusu wyboru, musi się ubiegać do neopronouns, jak stworzony przez Illi Annę Heger xier/xies/xiesem. Zmiana zaimka na inny nie wymaga jednak na szczęście dostosowania odmiany związanego z nim czasownika, jak to jest w języku polskim (er ist, sie ist, xier ist).

Übersetzung:

Das Deutsche hat nicht den Luxus der Wahl, es muss sich Neopronomen bedienen, zum Beispiel xier/xies/xiesem, erstellt von Illi Anna Heger. Glücklicherweise erfordert ein neues Pronomen im Gegensatz zum Polnischen keine Anpassung der Konjugation des zugehörigen Verbs: er ist, sie ist, xier ist.

Nicht-binäre Menschen, wie wollt ihr genannt werden? Und warum ist euch das richtige Pronomen so wichtig?

SZ Artikel von Sophie Aschenbrenner und René_ Hornstein, online in Jetzt, einer Beilage der Süddeutschen Zeitung 21.02.2020, abgerufen 08.04.2021.

Es gibt keine einheitliche Regel. „Es“ ist vermutlich das bekannteste geschlechtsneutrale Pronomen und ich kenne nicht-binäre Menschen, die sich wünschen, dass mit „es“ über sie gesprochen wird. Darüber hinaus gibt es sehr viele neu geschaffene Pronomen wie sie_er, xier, per, em oder hen (vgl. die Broschüre Mein Name Mein Pronomen ). Diese sogenannten Neopronomen sind ein Versuch vieler einzelner Menschen der Community, etwas zu finden, das sich stimmig anfühlt. Ich kann mit dieser Vielfalt leben und finde sie nicht schlimm..

2019

Die staatliche Regulierung von trans

Buch von Persson Perry Baumgartinger, Seite 47-48, transcript Verlag Bielefeld, ISBN 978-3-8376-4854-6, 27.08.2019.

Als Feinberg dieses Buch herausgibt (Erstveröffentlichung 1992), erwähnt xier Prince jedoch nicht, erst im Buch „Transgender Warriors“ 1996 verweist xier auf eine spezifischere Verwendung von Transgender durch Prince und andere. Feinberg bezeichnet sich im Englischen mit den Pronomen „ze“ und „hir“ stat „he“ oder „she“ bzw. „his“ oder „her“. Um dem im Deutschen gerecht zu werden, verwende ich die deutsche Version „xier“ von Anna Heger (2013).

Ein sehr philosophisches Weltraum-Abenteuer

Artikel von Mathias Ziegler für die Wiener Zeitung, 26.08.2019. (abgerufen 19.07.2020)

Clash of Cultures: Patrick S. Tomlinson schickt in „The Colony“ die Menschheit auf einen fernen Planeten, der bereits bewohnt ist. […] Einzig die Sprache ist anfangs etwas mühsam. Kexx & Co kennen nämlich wenig überraschend kein männliches und weibliches Geschlecht, was sich vor allem in den Pronomen niederschlägt. Es dauert eine Weile, bis man erstens kapiert, dass etwa „sier“ oder „siene“ keine Tippfehler darstellen, und man zweitens halbwegs flüssig darüber hinweg lesen kann.

Juwelensprache

Artikel von Verena Maser am 14.08.2019 auf Tralalit der Plattform für übersetzte Literatur. (abgerufen 18.07.2020)

„Xier“ wurde ursprünglich von Anna Heger entwickelt. Diese ist unter anderen als Comickünstlerin tätig, weswegen die Verwendung des Pronomens in einem Comic schon mal einen gewissen Charme hatte. „Xier“ ist außerdem fast die einzige Option in der Liste, die über eine komplette Deklination verfügt, und das sowohl als Pronomen als auch als Possessivpronomen. Diese ist angelehnt an die Deklination von „er“, was zwar teils kritisiert wird, gleichzeitig aber auch bedeutet, dass das Wort vom Publikum leichter als Pronomen erkannt werden kann. Last but not least sprach auch der ästhetische Aspekt für „xier“: Das Land der Juwelen zeichnet sich durch einen feinen, aber kantigen Strich aus und wie es die Natur von Juwelen ist, zerbrechen diese auch häufig. Insofern schien mir das „x“ sehr passend für den Charakter des Werkes als Ganzes.

Von wegen versprochen

Nachwort eines Romans von G Benson, übersetzt aus dem Englischen von Anna Sommerfeld, Ylva Verlag, 05.07.2019, 978-3-96324-141-3, Seite 402.

Vor allem von Anna Heger gibt es Versuche, geschlechtsneutrale Pronomen im deutschsprachigen Raum Raum zu entwickel. […] Unsere Sprache befindet sich schon immer im ständigen Wandel, sei es durch Lautverschiebung oder der Integrierung von Begriffen ander Sprachen in unseren Wortschatz. Genau so ändern sich auch Geschlechtsidentitäten immer wieder, je nachdem, wie Menschen sie nutzen, mit Inhalt füllen und in ihre Sprache einfließen lassen. In diesem Buch haben wir uns bei der Beschreibung der enby Person Luce für das >sier< (gesprochen mit langem >i<) entschieden, weil es uns als am stärksten mit der bestehenden deutschen Sprache verbunden schien. Da es eine Anlehung an >sie< und >er< zeigt, glauben wir, dass es intuitiver zu benutzen ist, als die neuere Version des >xies<.

Genderleicht

Infoblock im Bereich Wissen der Webseite www.genderleicht.de des Journalistinnenbund, 27.06.2019. (abgerufen 18.07.2020)

Die Comiczeichnerin Anna Heger macht sich Gedanken, ob es möglich ist ohne der, die, das zu sprechen. Denn wenn eine Person sich weder als Frau noch als Mann begreift, fehlt im Deutschen ein geschlechtsneutrales Wort, um von ihr zu erzählen.

Ausnahme-Manga mit geschlechtslosen Hauptfiguren

Artikel und Radiobeitrag von Max Oppel im Gespräch mit Verena Maser auf Deutschlandfunk Kultur, 03.06.2019. (abgerufen 02.09.2020)

Und auch im Deutschen sei es bisher nicht einfach, genderneutral zu schreiben oder zu sprechen, sagte Verena Maser im Deutschlandfunk Kultur. Für ihre Übersetzung habe sie sich für „xier“ entschieden, das wie andere deutsche Pronomen dekliniert werde: „Wenn ich den Satz habe: Er oder sie denkt darüber nach, morgen einkaufen zugehen. Dann sage ich, xier denkt darüber nach, morgen einkaufen zugehen. Dann mache ich weiter: Xier geht in den Supermarkt und sieht auf xiesen Einkaufszettel und stellt fest, dass in xieser Küche kein Käse mehr vorhanden ist.“

Die ausgefeilteste Grammatik

Tweet von Esther Brunner, 19.3.2019. (abgerufen 02.09.2020)

Die ausgefeilteste Grammatik für ein geschlechtsneutrales Pronomen stammt von Anna Heger.

— Esther Brunner (@esthrbrunnr) March 19, 2019

Gender in der Schriftsprache – aktueller Stand in Deutschland im internationalen Vergleich

Abschlussarbeit von Marleen Linder, Seite 45, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, 21.02.2019.

Anna Heger stellt auf ihrem gleichnamigen Blog alternative Pronomen vor, welche sie als „Generalium [oder] Aliudum“ bezeichnet.

2018

Die besten Comics 2018 – die Leserfavoriten

Artikel im Tagesspiegel von Lars von Törne für Der Tagesspiegel, 22.12.2018.(abgerufen 20.07.2020)

„Das Land der Juwelen“ von Haruko Ichikawa, verlegt von Manga Cult. […] Hervorzuheben ist aber in dieser Fassung vor allem, dass im Japanischen kein Edelstein ein Geschlecht hat. Die Deutsche Fassung hat sich diese Information zu Herzen genommen und konsequent im kompletten Manga das neutrale Pronomen „xier“ benutzt. Anfangs noch etwas befremdlich, findet man sich unfassbar schnell ein. Ein gewagter und schöner Schritt in eine neue Sprachentwicklung.

In den Brachen von Brexitland

Kurznachricht von Andreas Borcholte, Arno Frank und Steffen Greiner, auf Spiegel online, Kultur, 27.11.2018, abgerufen 08.04.2021.

Planningtorock ist der Bühnenname von Jam Rostron, Brit*in, Wahlberliner*in, Pronomen: they, auf Deutsch: xier, xiese – ja, ungewohnt, aber genauso schnell vertraut wie xiese Stimme. Auch, weil auf dem vierten Album des Electro-Performance-Projekts die prägenden binärkritischen Themen an die eigene Biografie geknüpft sind.

Teaser: Das Land der Juwelen

Artikel von Melanie Arndt für www.zasshi.de, 12.11.2018 (abgerufen 18.01.2021).

Die anthropomorphen Edelsteine haben der Übersetzerin, Verena Maser, die Arbeit etwas kniffliger gemacht. Für manche Wörter eine geschlechtsneutrale Form zu finden ist nicht so einfach und beim Personalpronomen wird es da noch schwieriger. Den Edelsteinen ein Geschlecht zu unterstellen, welches sie nicht haben, wollte Frau Maser aber nicht und entschied sich den Begriff „xier“ zu verwenden.

Wie viele dritte Geschlechter gibt es?

FAZ Artikel von Peter Eisenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 193, S. 11, gedruckt, 21.08.2018 und online, 21.08.2018 (abgerufen 08.04.2021).

Für das Deutsche gibt es natürlich eine ganze Reihe von konkurrierenden Vorschlägen. Zu den bekannteren gehören als Grundformen „hen“, „iks“, „nin“, „per“, „sier“, „sir“, „x“ und „xier“. Es gibt viele weitere Vorschläge und Verfahrensweisen, beispielsweise könnte man Personen nur mit dem Namen anreden.

Wie man Menschen nennen kann, die weder „er“ noch „sie“ sind

Artikel im Spiegel von Lex Marmor für spiegel.de und bento.de, 13.07.2018 (abgerufen 20.03.2021).

Im Englischen wird zu diesem Zweck „they“ und „ze“ immer gebräuchlicher. Auf Deutsch gibt es zum Beispiel „xier“, im Umlauf sind aber auch Varianten wie „sier“, „dey“ oder „nien“. Ihr habt Angst, dass ihr das alles weder aussprechen noch behalten könnt – und überhaupt verhunzt es ja die deutsche Sprache? Keine Sorge, Sprache kann alles schaffen, wozu wir sie brauchen. Noch dazu sind alternative Pronomen wie „xier“ gar nicht so schwierig zu verwenden.

Geschlechtergerechte Sprache für Podcasts

Artikel, von Herrvonspeck aka Lars Engelmann auf sendegate.de, 27.06.2018. (abgerufen 20.03.2021)

Weg mit dem Alten, her mit dem Neuen! »Xier packt xiesen Koffer« – es gibt verschiedene sprachreformatorische Ansätze, mithilfe derer versucht wird, sich von Altlasten zu trennen. Darunter der von Anna Heger, bei dem Formen mit x gebildet werden.

Will a New Law Forever Change the German Language?

Artikel, von Madhvi Ramani für smithsonianmag.com, 28.02.2018.(abgerufen 19.07.2020)

Artist Anna Heger’s suggestion of xier as a personal pronoun, with nouns referring to people modified by an underscore to be made gender neutral (Lehr_erin), could be used for people who do not identify as either male or female as well as when gender is irrelevant.

Übersetzung:

Der Vorschlag von Anna Heger „xier“ als Personalpronomen kann in Kombination mit Substantiven die durch den Unterstrich (Gendergap) genderneutral werden (Lehrer_in) für Menschen verwendet werden die sich weder als Frauen noch als Männer identifizieren oder wenn eine Geschlechtszuweisung unnötig wäre.

Schule lehrt/lernt Vielfalt

Broschüre herausgegeben von Annika Spahn, Juliette Wedl in der Edition Waldschlösschen Materialien, Heft 18, ISBN 978-3-937977-10-4, 2018.

Es gibt im Deutschen viele verschiedene weitere Pronomen für nicht-binäre Menschen, z.B. xier, per, em, hen, dey. Es ist wichtig zu berücksichtigen, dass das Pronomen nicht eindeutig aus einem Vornamen abgeleitet werden kann.
[…]
annaheger.wordpress.com/pronomen/: Übersicht über mögliche neutrale Pronomen im Deutschen. Die ganze Webseite ist sehr empfehlenswert und wichtig für die Auseinandersetzung mit geschlechtergerechter Sprache in Deutschland.

2017

Leserunde zu „Blind“

Diskussion mit Annette Juretzki auf lovelybooks.de, 2017. (abgerufen 24.07.2020)

Ich hab lange rumüberlegt, was ich da mache, denn bei einer monogeschlechtlichen Spezies würden sich keine verschiedenen Pronomen entwickeln, und ich wollte es nicht wie bei den Asari bei Mass Effect regeln, also dass einfach alle anderen Spezies festlegen: So, die sind jetzt weiblich. „Es“ wollte ich aber auch nicht nehmen, weil das für mich eher nach einer Sache als nach einer Person klingt, und leider haben wir im Deutschen ja nicht sowas wie das they im Singular oder das hen im Schwedischen. Letztlich bin ich dann über „xier“ gestolpert, was zwar nicht sonderlich verbreitet ist, aber so nah an unserer Grammatik dran, dass man es auch versteht, wenn man noch nie eine xier-Konjugationstabelle gesehen hat. Außerdem klingt es durch das x so schön spacig.

2016

Wer ist eigentlich dieses Sternchen?

Artikel von Hannah Lena Puschnig für frauenseiten.bremen.de, 04.09.2016. (abgerufen 19.07.2020)

Leider hat sich in Deutschland bisher noch kein geschlechtsneutrales Pronomen durchgesetzt. Das liegt auch daran, dass im Deutschen deutlich mehr konjugierte Formen erdacht werden müssen, als beispielsweise im Englischen, wo es weniger Fälle gibt. Es handelt sich jedoch keineswegs um ein unmögliches Unterfangen. Ein Vorschlag stammt von Anna Heger, Comiczeichner*in, Blogger*in. „Xier“ könnte die deutsche Grammatik als geschlechtsneutrales Pronomen ergänzen. Die Idee, so erläutert Anna Heger, stammt von der Mischform aus „sie“ und „er“ („sier“). Das x steht für die Ablehnung von Mann oder Frau als passende Genderidentität. In einem Zine auf xiesem Blog erklärt Anna Heger die 28 konjugierten Formen, die sich aus „xier“ ergeben. Das klingt erst einmal nach viel, ist aber eine Frage der Gewohnheit. Für „sie“ und „er“ gibt es schließlich genauso viele Formen. Gesprochen wird „xier“ als „ksier“.

Geschlechtergerechte Sprache für Podcasts

Gespräch, von Mespotine aka M. Asse mit Herrvonspeck aka Lars Engelmann auf sendegate.de, 16.04.2016. (abgerufen 20.03.2021)

Mespotine: »Es gibt da übrigens von Anna Heger nen Ansatz, den ich an sich ganz ausgereift und ausführlich finde.
Allerdings sind die neuen Formen mit nem X am Anfang, was auf Dauer leider anstrengend auszusprechen ist. Dürfte fürs Hören sich aber ganz gut machen… […]«
Herrvonspeck: »Ich kenne den Text von Anna Heger natürlich. Die linguistischen Überlegungen darin sind sehr hilfreich, um überhaupt die Komplexität des Problems zu verstehen. Die Formen mit X finde ich nicht so hilfreich. Die größte Stärke der Formen mit X ist ihre Fremdartigkeit, durch die damit kein Geschlecht assoziiert wird.[…]«

2014

Queer*Feministisch Sprechen im (Freien) Radio

Artikel von Ruth Kager und Katharina Maly, Stadtradio Orange, Wien, 14.01.2014.(abgerufen 18.07.2020)

Anna Heger verwendet diese Pronomen mit verschiedenen Absichten, etwa um das generische Maskulinum zu vermeiden; um Menschen anzusprechen, die sich nicht als Männer* oder Frauen* definieren; um über Menschen in solchen Fällen zu sprechen, wo es keine Rolle spielt, welches Geschlecht sie* haben; wenn xier vergessen hat, welches Geschlecht eine Person hat, oder es niemals gewusst hat, bzw. um (Zwei-)geschlechtlichkeit allgemein zu dekonstruieren.

2012

Das große Special zum Thema Gender in der Musik

Artikel in VISIONS 232, 27.3.2013.(abgerufen 23.04.2016)

In den USA gibt es für Menschen, die sich weder „sie“ noch „er“ nennen lassen wollen, inzwischen ein paar genderneutrale Pronomen wie „ze“ zur Auswahl. Rae Spoon mag lieber „they“ und hat für unseren Artikel die deutsche Version „xier“ abgenickt, die von Anna Heger stammt, aber lange noch nicht etabliert ist. Im Gegensatz übrigens zu Schweden, wo im Frühjahr das erste Kinderbuch in geschlechtsneutraler Sprache erschienen ist und dafür gesorgt hat, dass das neue Pronomen „hen“ in die Nationalenzyklopädie aufgenommen wurde.