Comicdokumentation: Rundgang durch die Erika Mann Ausstellung in der Monacensia

Am 10. Oktober 2019 wurde in der Monacensia Bibliothek im Hildebrandhaus eine umfassende Ausstellung zum Leben und Wirken von Erika Mann eröffnet. Die Ausstellung „Erika Mann, Kabarettistin, Kriegsreporterin, Politische Rednerin“ ist derzeit geschlossen, weil physische Distanz zwischen Menschen wichtig bei der Eindämmung der Corona Pandemie ist.

Mit dem grafischen Rundgang durch die Ausstellung, die ich im Auftrag der Monacensia angefertigt habe, ist es möglich die Ausstellung auf digitalem Weg zu besuchen. Auf dem Literaturportal Bayern lässt sich dies ganze Comicdokumentation lesen. Schritt für Schritt geht es durch die ganze Ausstellung und die Bilder von Erika Mann an verschiedenen Stationen ihres Lebens erwachen mit ihren Zitaten zum Leben.

Die Comicdokumentation habe ich vor Ort gezeichnet und später koloriert. Die Geschichte ist aus Originalzitaten zusammengesetzt.

Comicdokumentation auf dem Literaturportal Bayern weiterlesen →

Artikel: Skizzen und Kurznachrichten zuerst auf die Webseite

Um mehr Kontrolle über meine Daten zu haben, werde ich meine #immerzeichnen Veröffentlichungen und einen Teil der Tweets und Facebookstatusupdates immer zuerst hier posten.

Meine Webseite hat seit gestern sein eigenes Skizzenbuch: www.annaheger.de/immerzeichnen. Auszüge aus meinem Skizzenbuch und von laufenden Projekten auf verschiedenen Kanälen zu teilen, motiviert mich seid Jahren zu regelmäßiger Zeichenpraxis. Um diese Veröffentlichungen zusammen zu halten und anderen zu ermöglichen den visuellen Strom der Einträge zu muten gibt es dafür das Hashtag #immerzeichnen.

Ein Tweet von Tantek erinnerte mich zwei Monate lang daran, dass ich mich damit beschäftigen wollte, wie ich Inhalte auf Social Media zur Verfügung stellen will. Was er POSSE, Publish on your Own Site, Syndicate Elsewhere, nennt wollte ich auch machen. Soziale Medien kommen und gehen, aber wenn ich die Zeichnungen zuerst auf meiner eigenen Webseite poste gehen sie auch auf lange Sicht nicht verloren.

Ich will Twitter, Instagram, Tumblr und Facebook weiter benutzen, weil dort unterschiedliche Teile meines Publikums sind. Diese Applikationen haben für Nutzer viele Annehmlichkeiten. Deswegen habe ich mich endlich um Automatisierung gekümmert um den Arbeitsaufwand mit der zusätzlichen eigenen Veröffentlichung klein zu halten. Die kurzen visuellen Veröffentlichungen auf der Webseite sollen inklusive Zurückverlinkung und Hashtag auf anderen Plattformen erscheinen. Im Moment benutze ich für die Syndikalisierung die Einzelbenutzervariante von IFTTT. Da gibt es bestimmt noch andere Möglichkeiten, aber ich habe die erstbeste genommen, die funktioniert.

Tweets und Statusupdates werden unter www.annaheger.de/ganzkurz/ gesammelt.

Interessanterweise ist Instagram so strukturiert, dass ich Posts VON Instagram an andere Plattformen verteilen kann, aber nicht ZU Instagram HIN außer händisch von Facebook aus. Dieser Kanal lässt sich also erst mal nicht automatisierten. Aber ich bin insofern von Instagram unabhängiger weil mein Skizzenbuch jetzt als Original hier gespeichert ist.

Comicdokumentation: Philosophisches Foyer in der Villa Stuck

Auch wenn ihr nicht da wart, die Comicdokumentation erlaubt es allen im Nachhinein dem Philosophischen Foyer in der Villa Stuck beizuwohnen. Der Philosoph Paulus Kaufmann moderierte eine für alle Museumsbesucher offene Diskussion zum Thema „Small Talk“. Aber erstmal haben alle miteinander Small Talk gehalten.

Die Comicdokumentation habe ich live gezeichnet und später kolloriert. Die Geschichte ist aus Originalzitaten zusammengesetzt.

Comicdokumentation auf der Museumsseite weiterlesen →

Comicdokumentation: Erika Mann in der Monacensia und der Bloggerwalk

Beim Blogger Walk zur Erika Mann Ausstellung in der Monacensia im Hildebranthaus gab es eine Einführung zum Haus, das zur Münchner Stadtbibliothek gehört, zur Ausstellung selber und zum Archiv mit Nachlässen der Mann Familie. Den Abschluss bildete eine Lyrik live Performance zweier Künstlerinnen vor Ort und zugeschaltet übers Handy. Ich habe zuhörend und zusehend gezeichnet und später koloriert.

3 Gäste des Blogwalks

Blick vom Skizzenbuch in die Erika Mann Ausstellung.

Skizzenbuch und Erika Mann Ausstellung
Weiterlesen

Kurzgeschichtenband: Layers of naked

Innerhalb einer Woche im Waldschlösschen in der Nähe von Göttingen haben wir zu neunt ein Buch mit queeren Kurzgeschichten geschrieben. Den Rahmen dafür haben Bram und Mio gegeben, die die BuchLabs Series ins Leben gerufen haben, in kollaboratives Schreibprojekt für queere Autor_innen. Queeres Leben ist wichtig, lasst uns Bücher veröffentlichen.

Wir haben die Schichten unserer Erfahrungen in Kurzgeschichten verarbeitet. In den Geschichten geht es um LGBTQ Themen und um Neurodiversität, Diskriminierung, Passing, Arten von Familie und die Bedeutung von Nacktheit, Krankheit und Begeisterung.

We worked layers of experiences into short stories. The stories touch LGBTQ topics and deal with neurodiversity, bigotry, passing, kinds of family, the meaning of nakedness, illness and joy. I feel full of joy for my stories and elated at the coauthor’s stories that I saw come into existence and grow. I am happy about all the insights I got from them and the input I gave to them.

Leseprobe des Buches

‚Layers of naked‘. BuchLabs Series. 104 Seiten, 12 x 19 cm. ISBN 978-94-93149-02-1. € 10.

Caroline Ausserer
Niu Borge
Jona Brink
né Fink
Anna Gulczyńska
Anna Heger
Karim Kehrwieder
Benjamin Löhmke
Wim Rooth

Comicdokumentation: Ist das diese Gerechtigkeit ?

In der Comicdokumentation „Ist das diese Gerechtigkeit ?“ zeichne ich einen Verhandlungstag am Oberlandesgericht München beim NSU-Prozess nach. Ich habe am 345. Verhandlungstag auf der Besuchertribüne mit Buntstiften gezeichnet und aquarelliert. Ich habe nicht mitgeschrieben. Um die Comicdokumentation anzufertigen habe ich mich an den Verhandlungsprotokollen des NSU-watch orientiert. Ich bin sehr dankbar, dass ich Zitate aus den Verhandlungsprotokollen verwenden darf.

Blick auf die Demo zum Beginn des NSU-Prozess in München. Das Oberlandesgericht morgens am 9. Februar 2017. Weiterlesen

Workshop: Labelwerkstatt Sursee

Auf der 5. Schweizer Trans*Tagung werde ich am Sonntag den 3.9.2017 mal wieder einen Labelwerkstattworkshop geben. Hoffentlich wird es wieder so eine voll schöne kleine nichtbinäre Gesprächsinsel wie 2016 auf der Transtagung in München.

Ich würde mich wen von Euch auf der Transtagung im Schweizer Sursee zu treffen. Die findet vom 2. bis 3.9.2017 im Kanton Luzern statt.

Hier die Beschreibung

Der Workshop richtet sich an nonbinary Menschen, an solche die sich keinem binären Geschlecht (weibliche, männlich) zuordnen oder sich nicht nur einem der beiden binären Geschlechter zuordnen. Es zählt die Selbsteinschätzung.

Für Nonbinaries und Menschen die sich nicht (nur) den binären Geschlechtern männlich und weiblich zuordnen ist das mit dem Labeln, mit der Selbstbezeichnung so eine Sache. Label können Macht und Kraft spenden, fremd zugewiesene Label können mich verletzen und begrenzen und manchmal ist die Suche nach einer halbwegs passenden Selbstbezeichnung ein langer Weg.

Wie haben sich eure bevorzugten Label verändert und wo sind ihre Grenzen. Label können Pronomen sein, Geschlechtsbezeichnungen und mehr. Ich bin selber nonbinary und will mit Euch in kleiner Runde persönliche Geschichten austauschen und diskutieren. Der Workshop ist auf die kleine Gruppe von 10 Teilnehmenden beschränkt damit alle zu Wort kommen und ein persönlicher Austausch möglich ist.

Beschreibungen der vorangegangenen Workshops sind auf der Workshopübersichtsseite verlinkt.

Workshop : Pronomen ohne Geschlecht : Göttingen

Teaser PronomenComicZineHeftchenAm Samstag, den 02.07.2016 werde ich wieder einen Pronomenworkshop halten. Ich wurde von der Fachgruppe Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen hat mich eingeladen, Facebookankündigung.

Ort: Göttingen, Goßlerstraße 1, AStA Seminarraum, unten
Zeit: 2.7.2016, 16-18 Uhr

Workshopbeschreibung

Pronomen ohne Geschlecht – xier, xiese und dier – eine Alternative

Die deutsche Sprache zwingt uns, Geschlechter zu markieren wenn wir über Dritte sprechen, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen eines der beiden herkömmlichen Geschlechter auswählen – auch in Fällen, wenn das Geschlecht nicht relevant ist oder die Person selbst weder männlich noch weiblich ist. Es gibt weder ein allgemeines noch alternative Pronomen.

Anna Heger gibt im Workshop eine Einführung zur nötigen Grammatik um xier (sie,er), xiese (seine, ihre) und dier (die,der) zu benutzen und zu deklinieren. Xier lädt die Teilnehmenden zu einer Diskussion über emanzipatorische Sprache und über Fremd- und Selbstbezeichnung ein.

In xiesem ComicZineHeftchen zum Thema schrieb xier: „Ich denke, dass Sprache nicht wertfrei, sondern ein Spiegel der Verhältnisse ist. Veränderte Verhältnisse brauchen eine veränderte Sprache. Ganz oft werde ich genau dort verändern wollen, wo es nicht mehr auszuhalten ist und wo mir etwas fehlt.“

Zweiseiter : Jungs gucken

Menschen bewerten das Aussehen anderer auf unterschiedliche Weisen, ist ja klar. Das Comic basiert auf einer wahren Geschichte, die mich schon ein paar Jahre immer wieder zum Schmunzeln bringt wenn ich daran denke. Ein paar Details habe ich geändert, zum Beispiel den Ort. Auf dem Boxhagener Platz und in der Umgebung bin ich zwar aufgewachsen, aber die Geschichte ist in München passiert und nicht in Berlin.

Das Comic wurde zuerst analog angefertigt und zwar mit Bleistift auf blauem Karton gezeichnet, mit Tinte geinkt und mit Buntstiften koloriert. Der Text wurde digital mit meinem Handschriftfont angelegt. Dieser Zweiseiter erschien auch in Queerulant_in Nummer 8.

JungsGucken_Upload_E1 Weiterlesen

Workshop: Labelwerkstatt Sonntag München

Mensch mit Oberlippenbart, im Hintergrund schemenhaft zu erkennen viele MenschenAuf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Am Samstag habe ich die Zahl der Teilnehmenden auf 16 beschränkt. Eigentlich ist das auch noch zu viel. Weil es so viele Interessenten gab, hab ich die Labelwerkstatt für Sonntag (8.5. 2016) nochmal ausgeschrieben. Ich war nicht so ganz sicher ob ich genug Energie hab, dann war ich aber sehr froh. Der kleine Workshop mit seiner superschönen Dynamik hat mir sehr sehr viel Energie gegeben.

Wir waren nur zu siebent und schon in der Vorstellungsrunde haben einige gesagt, dass sie sich auf den Workshop als nichtbinäre Insel freuen. Alle haben sich mit Namen, Pronomen und nem Label vorgestellt. Naja, Namen und Pronomen sind ja eigentlich auch Label. Das Label hätte kein persönliches sein müssen, aber alle haben ein solches gewählt. Die einen eine passende Selbstbezeichnung, die anderen eine verletzende Fremdbezeichnung. Und schon waren mir mitten drin im Workshop.

Ein Person schlug vor die eigene Labelbiographie zu erzählen. Nach und nach haben das alle Teilnehmenden gemacht. Es war überhaupt so ein unheimlich ruhig und bedachter Workshop. Immer wenn eins fertig war mit sprechen haben alle erstmal ruhig sinnierend dagesessen. So schön.

Wir diskutierten über zusätzliche Achse, zusätzlich zu Mann-Frau und trans-cis, also vielleicht konform-nichtnormkonform. Ansonsten sprachen wir über Geschlecht als Interaktion, als Teil einer Hierarchie, als Beziehung und als Resonanz.

Workshop: Labelwerkstatt Samstag München

Mensch mit dunklen Haaren sagt: Das ist meine Selbstdefinition ... Komplex sein, Zeit brauchen ist okay so.Auf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Die beiden Durchgänge waren sehr unterschiedlich. Das lag natürlich an den Teilnehmenden, aber auch an der Gruppengröße. Ich denke ein Workshop bei dem persönliche Geschichten im Vordergrund stehen funktioniert umso besser desto kleiner die Gruppe. Am Samstag (7.5. 2016) waren es vielleicht doch zu viele. Vom Sonntag erzähle ich in nem anderen Post.

Die Labelwerkstatt richtet sich an Non-binaries oder Menschen, die sich nicht (nur) einem der beiden binären Geschlechter (männlich, weiblich) zuordnen. Zu Anfang haben sich alle kurz vorgestellt und wir haben mit Labeldefinition an Hand der großen Tüte Labelzettel, die ich mithatte. Die Sammlung gibt es auf Die Liste von Gaenseblumenblog. Im Laufe der Labelwerkstatt tauchten auch noch andere Wörter auf:

  • Urning
  • Nummer Acht (nach Harry Benjamin)
  • Bloss nicht hetero
  • cis bin ich auf keinen Fall
  • Väterin
  • Neuer moderner Mann
  • FtoN (n als mathematisches Zeichen für viele)

In den Gesprächen ging es um die Geschichte von Labeln, um ihre Vergänglichkeit, um Label als Ressource. Gerade für Non-binaries hat die Suche nach einem Label für sich selbst mit einer Suche nach der eigenen Identität zu tun. Und das eigene Label hat immer auch mit den anderen zu tun. Eins der Teilnehmenden sagte: “ Wir sind ja auch der Alltag der Anderen, eigentlich sind wir mittendrin.“

Comicdokumentation: Vernetzungstreffen SOR-SMC

Ich habe heute das Vernetzungstreffen von Schule Ohne Rassismus Schule Mit Courage, SOR-SMC Region Oberbayern zeichnend dokumentiert. Ich war zeichnend mit dabei als alle morgens ankamen und begleitete die Schülerinnen und Schüler dann in die Workshops. Das Zeichnen vor Ort hat super geklappt und die Präsentation im Abschlussplenum auch. (Mit der Maus ohne zu klicken auf den Bildern verweilen um die Bildbeschreibung zu lesen.)

SOR-SMC ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen. Der Bonner Verein Aktion Courage e.V. initiierte das deutschlandweite Projekt im Jahre 1995 wegen der damaligen Welle rassistischer und rechtsextremistisch motivierter Gewalt. Die Schüllerinnen und Schüler der Schulen entwickeln Schulprojekte um Rassismus und andere Diskriminierungen anzugehen. Ein Schule ganz ohne Rassismus ist natürlich ein utopisches Ziel und es geht um die bessere Wahrnehmung der rassistischen und anderweitig diskriminierenden Strukturen, damit sie verändert werden können und den Schülerinnen und Schülern weniger schaden.
Ein zentrales Thema des diesjährigen Vernetzungstreffens war Intersektionalität. Das Konzept wurde noch vor den Workshops von Sookee sehr sehr verständlich erklärt, an Hand von Mikado und wie sich die Mikadostäbchen überlagern und wie alles wackelt wenn ich eins bewege. Und sie gab viele Beispiele wie die Überlagerung von Diskriminierungsachsen im Leben von Menschen aussehen können. Die Workshops beschäftigten sich mit der Situation von Geflüchteten (Pastinaken), mit Empowerment durch Sport, mit Behinderungen und Inkulusion, mit Homo- und Transfeindlichkeiten (Diversity München), mit Sexismus und Rapmusik (Sookee), mit rechten Parolen (Pastinaken) und mit Homestory Deutschland, Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart (ISD Bund).