ganzkurz210712

Auf deutsch: ‚Ich möchte eine weit verbreitete geschlechtsneutrale Alternative zu »sie« und »er«, mir egal ob wunderschön oder hässlich, aber etwas was die Benennungslücke füllt und in der deutschen Grammatik funktioniert.‘ Danke ans Goethe-Institut London und Oslo fürs Zitieren, <3. Zitat auf Englisch: 'I want a widespread genderneutral alternative to »sie« and »er«- beautiful or ugly, I don't care but something that fills the language gap and works within German grammar.' Weisse Schrift auf grün und unten rechts eine schwarz weisses Selbstporträt von Illi Anna Heger.

ganzkurz210615

Bei der Angabe der eigenen Pronomen im Deutschen ist es super hilfreich wenn ihr sowohl Personalpronomen als auch den Wortstamm der Possessivpronomen angebt, also:

sie/ihr

er/sein
xier/xies
sier/sies
nin/nims

dey/deren
eos/soi

Für mich persönlich ist die Existenz eines Possessivpronomens ein Qualitätsmerkmal von Neopronomen. Netterweise sind die Endungen bei den herkömmlichen Pronomen „sein“ und „ihr“ in allen Fällen gleich und können dann gleich intuitiv an die Wortstämme von Neopronomen angehängt werden.

Beispiele mit Deklination der Endung:

sie schaut in die Augen ihrer Katze

er schaut in die Augen seiner Katze

xier schaut in die Augen xieser Katze

nin schaut in die Augen nimser Katze

em schaut in die Augen emser Katze

Es gibt aber auch Neopronomen, die ihre Possessivpronomen dekliniert lassen. Das funktionieren bei manchen auch sehr gut, ist aber dann weniger intuitiv weil sich die Handhabung so von der der Verwendung von „ihr“ und „sein“ unterscheidet, siehe auch nibi.space/pronomen.

Beispiele ohne Deklination der Endung:

eos schaut in die Augen soi Katze auf soi Tisch

dey schaut in die Augen deren Katze auf deren Tisch

Bei „deren“ besteht zwar Verwechslungsgefahr mit anderen Anwendungsmöglichkeiten, woran sich Menschen aber auch gewöhnen könnten.

Besitzanzeigende Pronomen, aka Possessivpronomen, ähneln dem Genitiv der Personalpronomen (seiner, ihrer) werden aber in allen 4 Fällen verwendet. Sie werden oft verwechselt weil der Genitiv mittlerweile so selten verwendet wird.

Wann schämt man sich schon seiner, heutzutage.

sie schämt sich ihrer
er schämt sich seiner
xier schämt sich xieser
sier schämt sich sieser
eos schämt sich soi

Bei den anderen Neopronomen konnte ich den Genitiv nicht finden beziehungsweise nicht zuordnen, aber es braucht ihn halt auch kaum.

Schwarz-weiße Illustration eines Baumes zusammen mit verschiedenen Wortstämmen von Possessivpronomen an den Astgabeln als Wörter: ihr, sein, sies, nims, ems, xies. Die können für das auch da stehende Wort ... Baum an Stelle der ... benutzt werden.

ganzkurz210610

Die sier-Pronomen wurden in Version 2.1 an die Struktur der aktuellen xier Pronomen (4.0) angepasst, das zeigt sich besonders bei den besitzanzeigenden Pronomen: »sies Baum« ist auch neutraler als »sien oder sier Baum«.

Für alle, die mit Beispielsätze mehr anfangen können als mit Grammatiktabellen habe ich die Pronomen-Bau-Sätze auf sier-Pronomen ausgeweitet und zusammen mit den xier-Pronomen den sie- und er-Pronomen gegenübergestellt. Testweise verwende ich da auch Mehrzahl-sie.

Schwarz-weisse Illustration eines (Possessivstamm-) Baums, an verschiedenen Astgabeln stehen die Pronomenversionen mit einem Beispiel: 1.0 sir, 2.0 sien, 2.1 sies, 3.0 xieser, 4.0 xies und 5.0 Mehrzahl ihr.

Version 2.1 : sier Pronomen ohne Geschlecht

Einleitung zur Version 2.1

In der Version 2.1 der Pronomen ohne Geschlecht wurden die sier-Pronomen (Version 2.0) an die Strukturen der xier-Pronomen (Version 4.0) angepasst, die sich bewährt haben. Weiterführenden Informationen zu Grammatik ohne Geschlecht finden sich auf der Pronomenübersicht. Um die Pronomen zu lernen können die folgenden Grammatiktabellen zu Hilfe genommen werden. Außerdem wurden die Beispielsätze in Pronomen-Bau-Sätze auf sier-Pronomen erweitert, für viele Anwendungen gibt es fertig Sätze um schnell die richtige Form auswählen zu können.

Die drei Grundformen und ihre Aussprache

  1. sier – [zi:ɐ̯] – ein Personalpronomen, anstelle sie und er
  2. sies – [zi:z] – ein Possessivpronomen, anstelle ihr und sein
  3. dier – [di:ɐ̯] – ein Artikel und ein Relativpronomen, anstelle die und der

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Version 5.0 : Mehrzahl Pronomen ohne Geschlecht

Einige Menschen benutzen die Mehrzahl für einzelne Menschen, wenn sie nicht wissen um wen es sich handelt.
Manche Menschen sind viele (DIS) und sprechen über sich in der Mehrzahl.
Manche nichtbinäre Menschen nutzen für sich die Mehrzahl in der 3. Person wie beim singular they im Englischen.

Diese Seite ist noch in Arbeit. Ich will ausprobieren, ob und wie das im deutschen funktioniert.

Auf der Seite mit Satzbeispielen, Pronomenbausätze, habe ich das schon mal ausprobiert und es zeigt sich, dass das nicht so einfach geht und da Verwechslungsgefahr besteht.

Darunter und darüber – »they« Pronomen in Filmen/Serien deutsch übersetzen

Einleitung

Filme und Serien werden durch Untertitel die darunter stehen und durch Synchronisierung, die darüber gesprochen werden, zugänglich. Das singuläre »they« hat sich im Englischen in den letzten Jahren als verbreitetste Alternative zu »she« und »he« etabliert. Es wird auch in Serien und Spielfilmen verwendet. Was passiert mit »they« Pronomen in deutschsprachigen Untertiteln und Synchronisierungen? In diesem Artikel geht es um eine Bestandsaufnahme von großen Filmproduktionen und Serien, die »singular they« verwenden und international über Streamingdienste verbreitet werden. Welche unterschiedlichen Ansätze der Übersetzung zeigen sich beim Umgang mit »they« Pronomen? Alle Filme, die als Beispiel herangezogen werden, finden sich zusätzlich am Ende des Artikels.

Illustration mit schwarzen und grauen digitalen Linien auf weißem Hintergrund. Zwei Menschen sind in Profilansicht abgebildet, sie unterhalten sich. Eine Person mit welligem zu einem Zopf am Hinterkopf gebunden Haar, die andere Person mit langen Haaren und Ponyfrisur. In der Mitte eine angedeutete Sprechblase. Im Hintergrund Umrisse anderer Menschen in hellgrau. Weiterlesen

ganzkurz210224

Im Alltag benutze ich immer wieder intuitiv die Mehrzahl für einzelne Personen, um ein weder männliches noch weibliches Geschlecht festzulegen. Wer macht das noch? Wisst ihr ob das schon wer ausführlich besprochen hat? Wenn nicht, gucke ich mir das mal ausführlich an und mache einen Blogpost. Wenn ihr also generell Feedback oder Erfahrungen dazu habt, gerne Email oder Nachricht per Formular.

Illustrative Strichzeichnung des Porträts einer nachdenklichen Person mit schwarzem Tanktop. In den Gedankenblasen steht: »Wenn ich potentiell jeden Menschen meine, egal welchen Geschlechts.«

ganzkurz2201119

Ein zweiter sprachlicher Kommentar zum Artikel „Lasst uns über Gender reden!„. Bei der Verwendung von inklusiver Sprache geht es nie nur um die über die ich spreche, sondern auch um die, die lesen oder zuhören.

Es geht um folgendes Zitat aus dem Artikel:

-bei den Nationalsozialisten (ihnen gönne ich keine gender-diverse Form)-

Wenn ich politischen Feinde misgendere, treffe ich sie damit, oder auch nicht. Hauptsächlich normalisiere ich es, Misgendern als Waffe zu benutzen. Dabei werden Uneindeutigkeit und falsches Passing als etwas schlechtes definiert, was ich dann Menschen vorwerfe, die ich verachte. Ich schade damit jedoch denen, die im Leben alltäglich misgendert werden.

Was die Nationalsozialist_innen angeht, die waren eben wirklich nicht nur Männer. Die Rolle von Frauen in der NSDAP wird geschichtlich erforscht, auch als Täterinnen. Die Verwendung von zum Beispiel „Täterinnen und Täter“ macht also viel Sinn. Das kann auch zu Täter_innen verkürzt werden. Statistisch werden sicher nicht nur Männer und Frauen dabei gewesen sein. Da geht es eher darum Realitäten nicht zu verschleiern als darum etwas zu gönnen.