Presse, Referenzen, Erwähnungen & Interviews

Hintergrund zu den Links

Hier umgekehrt chronologisch die Presse, Referenzen, Erwähnungen und Interviews von Illi Anna Heger. Für die Zusammenstellung der Presse für xier Pronomen, die von Illi Anna Heger entwickelt wurden, dem Link folgen.


2022

Queer Visualities – Queer Spaces – German Language LGBTQ+ Comics

Lehrbuch Kapitel von Susanne Hochreiter, Katharina Serles, Marina Rauchenbacher, Kapitel 7 in „LGBTQ Comics Studies Reader: Critical Challenges, Future Directions“, University Press of Mississippi, herausgegeben von Alison Halsall and Jonathan Warren, ISBN 978-1496841353, 17.10.2022.

However, the majority of works in the field are still either mostly published online (cf., e.g., Illi Anna Heger’s crucial works, among others, Minicomics, 2010–16); self-published (cf., e.g., Elke Renate Steiner’s Love Migration, 2019); with small/independent publishers – often after having been published online, as is the case with Joris Bas Backer and Nettmann’s Familienjuwelen, 2019; „Familiy Jewels“; or in magazines respectively. This vivid independent scene is difficult to survey in its entirety and scatterdness, especially online. Lists provided by interested individuals (such as on Heger’s website) help but are not exhaustive; academic attention institutional/professional representation, and public campaigns are fairly new.

Übersetzung:

Auf jeden Fall wird der Hauptteil der Arbeiten entweder hauptsächlich online publiziert (siehe z.B., Illi Anna Heger’s entscheidende Arbeiten, unter anderem Minicomics, 2010–16); im Eigenverlag (siehe z.B., Elke Renate Steiner’s Love Migration, 2019); in kleinen Verlagen veröffentlicht oft nachdem sie schon online verfügbar waren, wie im Fall von Joris Bas Backer und Nettmann’s Familienjuwelen, 2019; oder in Magazinen. Diese lebendige unabhängige Szene lässt sich schwer in ihrer Gesamtheit und Verteiltheit überblicken, besonders online. Listen, die von interessierten Menschen zur Verfügung gestellt werden (wie Heger’s Webseite) helfen, sind aber nicht vollständig; akademische Aufmerksamkeit, institutionelle/professionelle Repräsentation und öffentliche Kampagnen sind noch vergleichsweise neu.

Die Einladung, Traditionen zu überdenken

Artikel von Lars Schmeink, in Zeitschrift für Fantastikforschung 10.1 (2022): 1–17., 07.07.2022.

­Ace in Space verwendet die bereits 2009 von Illi Anna Heger vorgeschlagene Version xier, die im deutschen Sprachgebrauch am ehesten einem Konsensvorschlag nahekommen dürfte (vgl. Olderdissen, Christine. Genderleicht: Wie Sprache für alle elegant gelingt. Duden, 2021, Seite 177.). Der Roman hat eine Vielzahl nicht-binärer Figuren, die mit xier bezeichnet werden.

Neopronomen: So verwendet man geschlechtsneutrale Pronomen

Artikel auf k.at, online am 30.06.2022 (abgerufen am 12.07.2022).

Neopronomen sind bei uns in der Sprache nämlich noch nicht sehr lange zum Thema gemacht worden: 2009 wurden von Illi Anna Heger die ersten Neopronomen eingeführt, danach folgten noch mehr.

Der Vielfalt gerecht werden – wie Neopronomen eine Lücke füllen

Interview geführt und dokumentiert von Bernhard Frena, im Gap Magazin, Wien, online am 08.06.2022 (abgerufen am 12.07.2022), gedruckt am 01.07.2022.

Jedes falsche »er« oder »sie« ist ein winziger Schnitt in die eigene Identität, dutzende winzige Schnitte im Alltag. Immer wieder, mal erwartet, mal überraschend. So viele Schnitte im Laufe der Zeit, bis die ganze Identität zur offenen Wunde wird. Die Lücke füllen. Unter anderem deswegen entwickelt Illi Anna Heger seit 2008 das Neo-Pronomen »xier« auf der Website www.annaheger.de/pronomen gemeinsam mit Freund*innen und Nutzer*innen.

(Neo-)Pronomen – warum sie manchmal kompliziert, aber wichtig sind

Podcast Willkommen im Club, Staffel 6, Episode 64, Puls, Bayerischer Rundfunk, online am 23.02.2022 (abgerufen am 27.02.2022).

Aber auch im Deutschen sind ja jetzt Neopronomen kein neues Phänomen von den letzten Wochen oder Monaten sondern es gibt Leute die haben sich schon seit Jahren Alternativen zu sie und er überlegt und ich hab mit Illi [Anna] Heger gesprochen. […] Und Illi hat die Neopronomen xier und sier erfunden.

Weltraum ohne Männer – Tillie Waldens „Auf einem Sonnenstrahl“

Artikel von Gerrit Lungershausen auf comic.de, online am 17.02.2022 (abgerufen am 01.03.2022).

Die Übersetzerin Barbara König wählte das Neopronomen „xier“, das auch in manch anderen Comics Eingang (z. B. „Das Land der Juwelen“) gefunden hat und das nicht-binäre Personen bezeichnen soll (hier geht es zu der Website der Erfinderin Illi Anna Hegner, die wiederum selbst Comics zeichnet).

Die Rettung der Kinder

Artikel von Florian Leclerc, Frankfurter Neue Presse, Seite 11, Nr 202, gedruckt 28.01.2022.

Die Illustratoren Hamed Eshrat, Illi Anna Heger, Sascha Hommer, Magdalena Kaszuba, Ilki Kocer und Birgit Weyhe haben den Lebensweg der fünf Protagonisten in Comics nachgezeichnet. Die Traumata, der Verlust des Weltvertrauens, die „Überlebenden-Schuld“ werden bildhaft vermittelt.

Frankfurt: Ein Buch erinnert an die Kindertransporte aus Nazi-Deutschland

Artikel von Florian Leclerc, Frankfurter Rundschau, Seite D2, gedruckt 27.01.2022 und online 26.01.2022 (abgerufen 28.01.2022).

Die Illustrator:innen Hamed Eshrat, Illi Anna Heger, Sascha Hommer, Magdalena Kaszuba, Ilki Kocer und Birgit Weyhe haben den Lebensweg von “ Dr. Ruth“ und den fünf weiteren Protagonist:innen in Comics nachgezeichnet. Die Traumata, der Verlust des Weltvertrauens, die “ Überlebenden-Schuld“ werden bildhaft vermittelt.

Genderleicht: Wie Sprache für alle elegant gelingt

Duden Sachbuch von Christine Olderdissen , Duden Verlag, ISBN 978-3411756759, 17.01.2022.

Der bekannteste Vorschlag ist xier von Illi Anna Heger. Seit 2009 entwickelt Illi Anna Heger Pronomen ohne Geschlecht. Ansonsten skriptet und zeichnet Heger Comics und Graphic Novels. […] Hegers Vorschlag enthält drei Grundformen und setzt die Aussprache gleich dazu.

2021

Who you gonna call

Artikel von Dominique Haensell, erschien gedruckt in der Missy 06/21, online 15.11.2021 (abgerufen 24.02.2022).

Serienschöpferin Elizabeth Itos Liebe zur ihrer Heimatstadt merkt man der Serie ebenso an wie den Respekt vor ihrem jungen Publikum: Die Serie ist niedlich und visuell spannend, mit knuffig animierten Figuren vor teils fotorealistischem Hintergrund. Die vier Kinder sind gleichberechtigt in ihrer Geisterleidenschaft, jedoch grundverschieden in ihren Skills und Backgrounds. Ein nicht-binäres Kind klärt gleich zu Anfang über seine Pronomen auf – nicht nur hier zeigt sich, wie gelungen die deutsche Übersetzung [xier/xiem für das englische they/them] von Comiczeichner*in Illi Anna Heger ist.

Comic-Ausstellung zur Kinderemigration

Artikel von Alex Jakubowski, auf seinem Blog Comic-Denkblase, 05.09.2021 (abgerufen 10.09.2021).

Wir haben uns viele Graphic Novels angesehen und Zeichner*innen gesucht, die sich bereits mit historischen Themen, vorzugsweise mit Themen der Emigration, Migration, Ausgrenzung beschäftigt haben. Diese Themen erfordern eine besondere Herangehensweise und Sensibilität. Die Arbeiten von Hamed Eshrat, Illi Anna Heger, Sascha Hommer, Magdalena Kaszuba, Ilknur Kocer und Birgit Weyhe haben uns sehr überzeugt und wir haben uns gefreut über deren Bereitschaft, an der Ausstellung mitzuwirken.

Kindertransporte : Zwischen Ländern und Familien

FAZ Artikel von Tilman Spreckelsen, FAZ, Seite 11, Nr 202 gedruckt 01.09.2021 und online 02.09.2021 (abgerufen 09.09.2021).

Was die Exponate und Tafeln allerdings nur andeuten können, ist die emotionale Situation der Kinder nach der Ankunft in der Sicherheit […]. Die Loyalitätskonflikte der Kinder lassen sich ahnen, zumal in Fällen wie dem von Lili Fürst, das wachsende Bewusstsein, entkommen zu sein, während andere ermordet wurden, und die Notwendigkeit, eine andere Sprache und bisweilen auch einen anderen Namen anzunehmen. Die Kuratoren haben dafür eine gute Lösung gefunden, indem sie bei unterschiedlichen Künstlern sechs Comics in Auftrag gaben, die je einen dieser Lebensläufe ins Bild setzten. Und sie ließen ihnen dabei die Freiheit, der überlieferten Realität jenes Gran an Fiktion beizugeben, das solche Darstellungen nicht nur dokumentarisch, sondern auch lebendig macht und sie damit über den Einzelfall hinausweisen lässt.

Supers! – Einsichten des verantwortlichen Lektors

Artikel von Florian Schwennsen auf teilzeithelden.de, 22.08.2021, abgerufen am 01.09.2021).

Illi Anna Heger arbeitet seit 2009 an Pronomen ohne Geschlecht und die aktuelle Version 3.2 dieser Pronomen wurde verwendet – das Pronomen „xier“ hat sich in der Versionshistorie aus „sier“ (von „sie-er“) entwickelt. Am Ende des Buches befinden sich zwei Deklinationstabellen für Personal- und Relativpronomen. Es kommen auch noch weitere Pronomen vor, für die man gegebenenfalls bei Illi Anna Heger nachschlagen müsste. Artikel und Adjektivendungen werden in diesem System nicht berücksichtigt.

Interview: Geschlechtsneutrale Pronomen entwickeln

Interview von Lena Mohr mit Illi Anna Heger, für Univativ, das Lüneburger Hochschulmagazin, 18.04.2021. (abgerufen 19.04.2021)

Illi Anna Heger hat das Pronomen “xier” als geschlechtsneutrale Alternative zu “er” und “sie” entwickelt. Die Univativ hat mit Heger darüber gesprochen, wie es ist, ein Pronomen zu erfinden.

Rainbow Connection

Ankündigung veröffentlicht in der neuseeländischen Zeitung Capital-The Stories of Wellington, Ausgabe 76, 22.02.2021

Everyone’s welcome at Goethe’s launch (26 March) of a print version of web comic Queer Conversations by Wellington’s Sam Orchard (pictured) and Germany’s Illi Anna Heger, whose fictional versions of themselves have »rainbow conversations« in important locations. Flip the book to read it in German.

Übersetzung:

Alle sind willkomen bei Goethe’s Buchvorstellung der gedruckten Version des Webcomics Queere Comic Conversation von Wellington’s Sam Orchard (im Bild) und Deutschland’s Illi Anna Heger, deren fiktionale Versionen von sich selbst »Regenbogengespräche« an wichtigen Orten haben. Das Buch lässt sich umdrehen und auf deutsch lesen.

Alleine macht das keine

SZ Artikel von Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, SZ Extra, Seite 2, gedruckt 18.02.2021, online 03.03.2021.

»Alleine macht das keine«, hat die Münchner Comiczeichnerin Illi Anna Heger über ihren Beitrag für den Blog #femaleheritage geschrieben. Sie beschäftigt sich darin in Text und Bild mit Frauen wie der Schriftstellerin Erika Mann und der Schauspielerin Therese Giehse, die eine intensive Arbeits- wie Liebesbeziehung verband. [sic]

Richtig gendern

Sachbuch von Lucia Clara Rocktäschel, Wiley-VCH , ISBN 978-3527718184, 17.02.2021.

Die nichtbinäre Person Illi Anna Heger hat sogar ein ganzes System inklusive Deklinationsformen basierend auf den Pronomen »xier«, »xieser« und dem Artikel »dier« ausgearbeitet.

Queer as German Folk

Ankündigung vom Goethe Institut Neuseeland, 17.02.2021.

Das Goethe-Institut Neuseeland freut sich, die Printversion des Web-Comics von Illi Anna Heger und Sam Orchard zu präsentieren. Die Veranstaltung findet im Goethe-Institut statt und beinhaltet ein Gespräch zwischen den beiden Kunstschaffenden, bei der Illi aus der Ferne dabei sein wird.

COMICS-EXCHANGE: *Kleine Formate*

Impulsvortrag von Lea Hübner, Diskussionsforum der AG Comicforschung der Gesellschaft für Medienwissenschaft, 22.01.2021.

Wir wenden uns diesmal der Form zu, genauer gesagt: den kleinen Formaten. Referent_innenstellen in einem max. 5-minütigen Impulsvortrag einen Comic ihrer Wahl vor. Mit ihnen werfen wir Blicke auf reduzierte Erzählformen und Variationen, lernen kleine Druckerzeugnisse kennen und beobachten, wie kleine Formate sich ausfalten, gedreht werden, oder aus Automaten schlüpfen. […] Lea Hübner präsentiert Die Hundert-Prozent-Quote von Illi Anna Heger.

2020

Illi Anna Heger’s Grammatical Futurity

Artikel von Nichole Neuman, in „Seminar: A Journal of Germanic Studies“, Vol. 56 Issue 3-4 „The Social Justice Work of German Comics and Graphic Literature“, 12.11.2020, Seiten 302-321, ISSN 0037-1939.

As a committed member of many communities (queer, comics artists), Heger uses zines to both support community and create space for themself and others in the German-speaking realm. And, as much as zines are forms of self-expression, they are also spaces that carry potential for intervention and social justice.

Übersetzung:

Selbst an viele Communities gebunden (queer, Comiczeichner_innen) benutzt Heger Zines um gleichzeitig Community zu unterstützen und um für sich und andere Räume im deutschsprachigen Bereich zu schaffen. Und so sehr Zines eine Form des eigenen Ausdrucks sind, sind sie auch Räume die ein Potential für Intervention und soziale Gerechtigkeit mit sich bringen.

Ortswechsel

SZ Artikel von Marleen Beisheim, Süddeutsche Zeitung, Kultur R12, gedruckt 17.11.2020, online 16.11.2020.

Die Lesereihe „LIX“ findet nun online statt. Im Fokus stehen dabei drei dezidiert politische Autoren […] Illi Anna Heger zeichnet Comics und stellt „Herero Ecke Waterbergstraße“ vor, einen Comic zur Kolonialgeschichte Deutschlands. Das erste Bild des Comics zeigt Heger vor dem Münchner Straßenschild der Hererostraße und stellt die Frage, was Deutschland mit den Ovaherero zu tun hat.

Mit Finelinern gegen das Grobe

SZ Porträt von Justus Wilke, Süddeutsche Zeitung, gedruckt in der SZ für München, Stadtviertel, Seite R10, 24.10.2020 und SZ für die Landkreise, Seite R8, 27.10.2020 und online 23.10.2020.

Das vielleicht beste Beispiel für ihre bedachte Wortwahl ist vermutlich „Xier“. Heger ist non-binär, also weder ausschließlich männlich noch weiblich, weder Mann noch Frau, und verwendet deshalb „Xier“ als geschlechtsneutrales Pronomen anstelle von „Er“ oder „Sie“.

Was ist das für eine Flagge?!

Artikel von Paula Balov auf dem Blog, 12.10.2020.

Sie sind bisexuell, aber auch ihr Geschlecht ist fluide. In romantischen oder sexuellen Begegnungen mit Männern empfinden sie ihr Geschlecht als männlich und ihr Begehren als schwul. In Begegnung mit Frauen ist ihr Geschlecht weiblich und das Begehren lesbisch. Ich kenne keinen Namen für diese konkrete Konstellation – falls euch einer einfällt, sagt Bescheid! Das alles ist nicht neu: Comic-Künstler*in Illi Anna Heger erklärte bereits 2012 im Mini-Comic „Flaschenkürbistheorie“ das gleiche Phänomen.

In den Farben vereint

Artikel von Daniel Welsch für die Website des Goethe-Institut e.V., 17.07.2020

Für die Comic-Reihe „Queere Comic Konversation“ schicken die Künstler*innen Illi Anna Heger und Sam Orchard ihre Avatare an verschiedene Orte in Neuseeland und Deutschland. Dort sprechen sie über Erlebnisse als queere Personen, Erfahrungen mit Hass und Gewalt und über Unterstützungssysteme. […] An den sechs Episoden haben die beiden Künstler*innen gemeinsam gearbeitet. Die Farbgebung zeigt an, wer welchen Teil des Comics gezeichnet hat. Grün umrandete Figuren und Objekte stammen von Sam Orchard, Illi Anna Heger verwendet violette Farbtöne.

Talking about unusual ways of collaborating in unusual times

Interview von Markus Pfalzgraf für den digitalen Comic Salon Erlangen 2020, 12.07.2020, Youtube video auf Englisch.

In their new monthly series „Queer Comic Conversations“, artists Anna Heger and Sam Orchard meet online and take each other out to their surroundings and favorite spots. They share their experiences and visions on queer life in Munich, Wellington and in between. They talk about drawing together apart, about non-binary language, and getting to know each other from a distance.

Übersetzung:

In ihrer monatlichen Serie „Queer Comic Conversations“ treffen sich die Künstler_innen Illi Anna Heger und Sam Orchard online und nehmen sich gegenseitig zu ihren Lieblingsorten mit. Sie werden darüber sprechen wie es ist gemeinsam getrennt zu arbeiten, über nichtbinäre Sprache und sich auf Distanz kennenzulernen.

Vernetztes Erzählen und neue Wege in den digitalen Raum

Artikel von Anke Büttner, in BuB Forum Bibliothek und Information, Fachzeitschrift des Berufsverband Information Bibliothek, Jahrgang 72, Nr. 05, 01.05.2020, Seite 280, ISSN 1869-1137.

Bereits während des Rundgangs twitterten die Teilnehmenden, verschickten Fotos aus der Ausstellung, Bilder von der Archivpräsentation, Links zur Monacensia et cetera, die auch von Nichtanwesenden verfolgt und kommentiert wurden. Aus der Begegnung mit Anna Heger ist mittlerweile ein Comic-Rundgang durch die Ausstellung als Auftragsarbeit entstanden, der im Literaturportal Bayern veröffentlicht ist.

Digitale Kulturvermittlung: Vernetzungsaktion #ErikaMann – was ist passiert?

Artikel von Tanja Praske vom 23.04.2020 auf dem Blog der Münchner Stadtbibliothek

Anna Heger nahm am BloggerWalk #ErikaMann teil. Schon dafür fertigte sie eindrücklich treffende Sketchnotes an, die uns begeistert überraschten. In der Folge entstand die Idee zu einem grafischen Rundgang durch die Ausstellung der Monacensia. Diesen stellt das Literaturportal Bayern exklusiv vor. Anna Heger dokumentiert und verlebendigt wichtige Ereignisse im Leben Erika Manns in Bildern und Zitaten.

Stadtkultur im Shutdown: die Monacensia im Hildebrandhaus

Artikel von Tanja Praske, Digitale Vermittlung Erika Mann-Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus, 09.04.20202.

Der BloggerWalk im vergangenen Oktober sowie die Vernetzungsaktion #ErikaMann im März bieten anregende Ansätze, den Austausch mit den verschiedenen Communitys auszubauen. Das führt zu bereichernden, unvorhergesehenen Ideen, wie den Sketchnote-Rundgang durch die Erika Mann-Ausstellung von Anna Heger. Also, weg mit den Filterblasen, hin zur Diversität, die wir vice versa und als dynamischen Prozess verstehen – zwischen uns und unseren (digital) Besuchenden.

2019

Ich möchte, dass Anna Heger jetzt immer bei uns zeichnet

Tweet von Lisa-Katharina Förster von der Monacensia im Hildebrandhaus, Stadtbibliothek München, 12.11.2019.

Ich möchte, dass Anna Heger jetzt immer bei uns zeichnet – bin so hingerissen von diesem tollen #blogpost zum #erikamann #bloggerwalk

— L K Förster (@LikaFoerster) November 12, 2019

2015

De_Konstruktion von ‚Gender‘ in feministischen Blogs im Web 2.0

Abschlussarbeit von Julia Wurzinger, Masterarbeit, Karl-Franzens-Universität Graz, November 2015, Seite 3.

„Dekonstruktion ist das Verstehen der Konstruktionen. Aus Verständnis resultiert nicht automatisch eine Veränderung, aber es kann ein Anfangspunkt sein.“ Obiges Zitat ist einem Webcomic von Anna Heger, in welchem diese soziale Konstruktion erklärt [werden], entnommen und wurde auf der Mädchenmannschaft veröffentlicht. Heger selbst betreibt einen eigenen Blog, auf dem sie sich mit „emanzipatorischen Comics und alternativer Grammatik“ beschäftigt.

Zine of the Day

Ankündigung von Almut Sülzle vom Archiv der Jugendkulturen e.V., 09.07.2015.

Die Mini-Comics von Anna Heger sind jedes für sich eine Freude für Auge, Finger und Hirn. Auf einem kunstvoll gefalteten Blatt Papier illustriert die Autorin knapp und treffend große theoretische Zusammenhänge der Geschlechtertheorie, z. B. über die Allegorie mit Kürbissen und Spinat.

Ich publiziere, also bin ich

Artikel von Mascha Dabić in progress – Magazin der österreichischen HochschülerInnenschaft, 26.03.2015.

Die Comiczeichnerin und Self-Publisherin Anna Heger schätzt den unmittelbaren Kontakt mit dem Publikum: „Ich habe das Gefühl, dass ich steuern kann, welches Publikum ich erreiche. Natürlich nicht zu 100 Prozent, aber mit Self-Publishing komme ich in Kontakt mit Leuten, die feministisch oder queer sind, oder was auch immer zu mir passt. Das ist ein Publikum, das ich ansonsten so gar nicht gezielt finden könnte.
Die Kontrolle über den gesamten Prozess der Veröffentlichung zu haben, ist für Anna Heger eine gute Sache. Sie veröffentlicht ihre Comics auf einem Blog, druckt sie selbst aus und faltet sie per Hand zu kondomgroßen Heftchen: „Die Vorteile beim Selberpublizieren liegen darin, dass ich über jeden Schritt Kontrolle habe. Ich kann etwas ausprobieren und sehen, ob und wie es funktioniert. Im direkten Austausch mit Leser_innen merke ich, wie sie ticken und was sie an meinen Comics interessiert.

2013

Alles so schön schwul* hier…‽

Abschlussarbeit, mit Überlegungen zu repräsentationskritischen Potenzialen, Bedingungen und Perspektiven für die inhaltliche Neuausrichtung des Schwulen Museums* in Berlin von Oliver Klaassen, Bachelorarbeit, Universität Oldenburg, 01.10.2013

Im Minicomic „Flaschenkürbistheorie“ von Anna Heger wird „[k]omplexe Dekonstruktion“ (TIME /FRANZEN 2012a: 12) betrieben (Abb. 31). Im Zutage-Treten von schwul, lesbisch, bi, trans* oder cis –je nach Schnittfläche –, einzeln oder in Mischform, wird in neun Panels die Verbundenheit der Bestandteile von Identitäts-Orientierung – entgegen der zweigeschlechtlichenAnnahme, sie seien getrennt – aufgedeckt.

2012

Minicomics

Artikel für Archiveintrag eingereicht von Stefanie Grünangerl fürs digitale Archiv von www.grassrootsfeminism.net, 05.11.2012

Munich based comic artist Anna Heger is publishing her MiniComics (5x5cm²) since 2010. So far 15 MiniComics have been published, some in German and English versions, and all of them can be read on Anna’s blog. The comics deal with more personal issues and other stories, (queer-feminist) theory, LGBT and queer issues, critique of gender binarism, stereotypes and heteronormativity, comic writing, etc.

Übersetzung:

Comic Künstlerin Anna Heger wohnt in München und veröffentlicht ihre Minicomics (5x5cm²) seit 2010. Bis jetzt sind 15 Minicomics, manche in Deutsch und Englisch veröffentlicht worden. Alle sind auf Anna’s blog zu lesen. In den Comics geht es um persönliche Geschichten, (queer-feministische) Theorie, LGBT und trans Themen, Kritik an der Geschlechterbinarität, Stereotypen und Heteronormativität, der Prozess des Comic schreibens und so weiter.

trans*_homo

Transkript einer Ausstellungsführung, der Kurator_Innenführung von Justin Time durch die Ausstellung im Schwulen Museum Berlin, 21.08.2012

Da an der Säule hängt noch der „Flaschenkürbis“. Das ist ein Comic von Anna Heger. Wir wollten hier in der Ausstellung ganz unterschiedliche Medien mit hineinbringen. […] In dieser Flaschenkürbistheorie geht es darum – je nachdem wie ich das Ding aufschneide, kommt was ganz anderes dabei heraus. Und sie macht da eine Mini-Theorie auf in einem Papierblatt in Form eines Comics. Je nachdem wie ich es aufschneide, diesen Flaschenkürbis, kommt schwul oder lesbisch oder cis oder trans dabei heraus oder vielleicht was ganz anderes.

trans*_homo – Differenzen, Allianzen, Widersprüche

Ausstellungskatalog herausgegeben von Jannik Franzen, Justin Time, NoNo Verlag 2012, ISBN 978-3-942471-02-2

Komplexe Dekonstruktion, genannt Flaschenkürbistheorie betreibt Anna Heger in ihrem Comic. Je nach Schnittfläche tritt schwul, lesbisch, bi, trans oder cis zutage, vielleicht auch eine Mischung daraus. Reflexionen über Gender haben Einzug gehalten in die zeitgenössische Kunst.