DiverserLesen251208

„Verloren zwischen fremd und vertraut“ von June T. Michael, ein Fantasy Erotikroman der Pronomen wie xier benutzt. Band 2 spielt wieder in Arl Sere und die Handlungen sind sehr explizit mit verschiedenen Arten von Kink. Die Charaktere sprechen viel über Consent …und emotionale Safety. Sie sprechen, sehr direkt miteinander. Ich wenig muss wenig zwischen den Zeilen lesen, was gut zum Genre passt.

Nebencharakter Chloris verwendet wie kurz in Band 1 xie Pronomen und Nebencharakter Vellian hat rhei Pronomen.

Xie nickte. »Das Besitzendenpaar ist unterwegs, um die junge Person zu holen, die demnächst an meiner Seite die magischen Aspekte des Handwerks lernt und bis dahin soll alles ordentlich sein. Aber ihr seht es ja … Sand.«

»Ich bin eigentlich nur beruflich hier und kann nicht länger als ein halbes Jahr bleiben und vielleicht nicht einmal das.« »Oh, dann müssen rhes… rhems Worte dich traurig gemacht haben. Tut mir leid.« Camelia lächelte Fenia an. »Rheir«, korrigierte Fabiola kurz.

Buchcover von Verloren zwischen fremd und vertraut von June T Michael, vor dunkel Gemustertem Hintergrund oben der Titel lila teils geschwungenen Buchstaben. Darunter grafisch stilisiert eine Teetasse mit Oktopusbildern unter der Glasur.

DiverserLesen251112

Die Kombination aus menschlicher Psychologie und spannendem Sci-Fi ist wieder beeindruckend. Jenesis Verhalten und Vorlieben sind von ihren ersten Jahren im Maschinenkern geprägt. Alles macht gleichzeitig ohne SciFi so viel Sinn: Neurodivergenz, Adoption und das Aufwachsen als schwarze Frau in der Nähe von Bristol dann von Wien. Die ersten Bände machten neugierig alles endlich aus Jenesis Perspektive zu lesen. Neopronomen spielen eine kleine Rolle im letzen Teil des Buches, Enver nutzt wie zuvor ni Pronomen.

Als ni sprach, war es, als würden sie sich längst kennen und bloß ein Gespräch fortsetzen, das einst unterbrochen worden war.
Buchcover von Maschinenmacht drei Jenesis von E. V. Ring, hellblaue und grüne Formen wie ein zerberstendes technisches Gerät.

GanzKurz251007

Found this paper by Catasso: Encoding Nonbinary Reference in Syntax: The German Neo-Pronoun xier and Socially Driven Language Change. I think, it analyses how the neopronoun xier structurally works within German grammar. The methods are used to compare it to English singular they  and Italian ze. I need a T-shirt with formula (28). Still chuckling even though that’s just straight forward notation. Read it at: https://www.mdpi.com/2226-471X/10/9/220

Screenshot from the paper with a mathematical formular called (28):


Summing up the foregoing discussion, German xier — and, incidentally, also Italian ze, which is not the primary focus here—does not simply omit binary gender values but encodes a positively specified, interpretable [GENDER] feature whose value explicitly excludes [MASCULINE] and [FEMININE]. This exclusion is not an output of underspecification or morphosyntactic default, but a grammatically encoded presupposition that the referent is non‑binary or otherwise non‑classifiable under binary gender categories. The semantic contribution of xier can be approximated as in (28):


(28) [[xier]] = λx: ¬binary(x). x


‘The individual x such that x is not classifiable under binary gender distinctions.’ 


This presuppositional profile sets xier apart both from semantically ambiguous forms and from ϕ‑complete but referentially minimal pronouns. For example, German es is ϕ‑complete but typically associated with non‑individuated or inanimate referents, while English singular they, although compatible with nonbinary reference, does not necessarily presuppose it. In contrast, xier encodes a referential constraint that is both semantically specific and pragmatically regulated: its use is felicitous only in discourse contexts where the referent’s nonbinary identity is accessible or inferable.

Comic: maschinen-lesbar

Hintergründe zum Comic

Eine Arbeitsanleitung, die bei der Erstellung von alternativen Texten für die Beschreibung von einzelnen Comicpanels oder ganzen Comics helfen soll. Es geht vor allem darum schon erstellte textbasierte Comics zu optimieren. Wobei es erst mal wichtig ist für online Comics und Abbildungen auf Social Media alt Texte zu haben, da geht es nicht um Perfektion sondern Zugänglichkeit. „maschinen-lesbar“ wurde zuerst auf deutsch im Buch Genderstudies versus Comicstudies: Schnittmengen von Forschung, Lehre und Praxis – Intersections of Research, Teaching, and Practice bei De Gruyter veröffentlicht. Das ebook kann unter dem Link kostenlos heruntergeladen werden. Leider hat es für die dort abgedruckten Comics keine durchgängige Bildbeschreibungen. Aber natürlich gibt es das Comic hier in visueller und rein textbasierte Version ganz unten: Screenreadable Comic Version. Meine Comics erscheinen immer in beiden Versionen in beiden Versionen, hier eine Übersicht mit einer Liste und Stück für Stück erstelle ich auch für alte Veröffentlichungen die fehlenden Bildbeschreibungen. Der im Comic zitierte Einseiter ist Minicomic 18: Zäune bauen.

Visuelle Version des Comics

Comic : maschinen-lesbar, das ganze Comic wird im folgenden in reinen Text transkribiert Weiterlesen

DiverserLesen251001

„Schwindel“ von Hengameh Yaghoobifarah, ein Roman über polyamourös ungleichmäßig verbandelte queere Menschen, die, aus Gründen, auf dem Dach eines Berliner Hochhauses festhängen. Für Delia wird im ganzen Buch dey/deren als Neopronomen genutzt. Die Geschichte ist voll realistisch, das Verhältnis der Beteiligten so messy. Das Storytelling ist schnell und fordert volle Aufmerksamkeit. Die Erinnerungen und Interaktionen ändert immer wieder den Blick auf die Charaktere und das Ende ist sein eigenes Ding.

»willst du, dass ich aufhöre?«, flüsterte sie in deren ohr und streichelte demm unterhalb des bauchnabels. dey atmete tief und schüttelte den kopf. »dachte ich mir.« avas finger rutschten langsam weiter hinunter. delia tropfte.

1/3 #DiverserLesen #PronomenWieXier

Buchdeckel von "Schwindel" von Hengameh Yaghoobifarah, Roman in Blümenbar Verlag. Das cover in hauptsächlich lila mit roter Schrift zeigt verschlungene Linien fast wie ein Herz mit Mustern wie Fingerabdrücke. Zusätzlich ein weißer Aufkleber: Bestseller Autorin mit Doppelpunkt von dem "in".