Comicdokumentation: Aktion Decolonize München

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Zur Aktion „DECOLONIZE MÜNCHEN – Kolonialstraßen umbenennen“ lud am Sonntag, den 27. September 2020 ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen ein, Facebook Event. Um 10 Uhr morgens, ging es am Ende des Von-Erkert-Platz im Stadtteil Trudering los. Ich dokumentiere die Aktion mit dem Skizzenbuch vor Ort.

Aquarellierte Zeichnung, zwei Menschen stehen mit Micro und Verstärker vor einer Bretterwand am Ende des Von-Erkert-Platzes

Aktivisten der verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen sprechen am Mikrofon über die Entstehung der sogenannten Kolonialviertel und klären über die deutsche Kolonialgeschichte auf. Ihnen gemeinsam ist ein klares Nein gegen die Ehrung von Massenmördern und von Orten der Gewalt durch Straßennamen. Circa 20 Menschen sind vor Ort, alle halten Abstand und benutzen Masken.

Aquarellierte Zeichnung, ein weiterer Aktivist spricht, ein anderern hält ein Plakat mit den Worten: Wir sagen Nein.

Die Aktion wird mit einer Kunstinstallation an den kolonialen Straßenschildern begleitet. Auf dem Weg erst durch Trudering und später durch Bogenhausen wurde einigen der kolonial benannten Straßenschildern Halt gemacht. Die Installation wurde aufgebaut, die Hintergründe der Benennung erläutert und dann wurde die Installation wieder entfernt.

Aquarellierte Zeichnung, an einem blauen Strassenschild hängt eine Kunstinstallation aus tropfenden mit roter Flüssigkeit gefüllten Einmalhandschuhen, roten Stoffbändern und einem gelben Schild mit dem Wort Massenmörder.

Rot tropfende Hände aus, mit roter Flüssigkeit gefüllten Einmalhandschuhen, rote Bänder und ein Schild mit dem Wort Massenmörder werden an den Straßenschildern angebracht. Es geht darum sichtbar zu machen wofür die Straßennamen stehen.

Aquarellierte Zeichnung, zwei Menschen stehen in einer Wohngegegend vor dem Strassenschild mit Kunstinstallation, daneben ist noch eine Standleiter zu sehen.

Um 14 Uhr wird die Aktion in Bogenhausen vorgesetzt. Circa 50 Menschen haben sich an der Kreuzung Nettelbeck- Ecke Lüderitzstraße versammelt. Neben den Vertreter_innen der einladenden Organisationen, sprechen auch Thomas Lechner, Marion Lüttig und Stefan Jagel, die als Stadträte und Stadträtin die Bürger Münchens im Rathaus vertreten.

Aquarellierte Zeichnung, ein Stadtrad spricht mit Mikro an einer Strassenecke vor einem großen Einfamilienhaus. Die zuhörende stehen in weiten Kreisen um ihn und einen mit zusätzlichen Aufnahmegerät herum. Sie sind nur vage skizziert.

Zu den einladenden Organisationen der Aktion gehörten die Afrojugend München, der Arbeitskreis Panafrikanismus München, Black Lives Matter München, der Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München, [muc] münchen postkolonial, die N-Wort Stoppen Initiative, MORGEN e.V., das Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen, Netzwerk Rassismus- und Diskriminierungsfreies Bayern und die ISD, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland.

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