Minicomic 05 : Laborlüftung

Inhaltswarnung

Im der textbasierten und in der visuellen Version des Comics geht es um Suizid.

Hintergrund des Comics

Der folgende MiniComic verarbeitet einen schlimmen Vorfall auf meiner Arbeit. Er ist meinen damaligen Kollegen gewidmet, allen von ihnen. Es ist mir oft so gegangen, dass ich mich gefragt habe was habe ich im Frühling und Sommer 2009 eigentlich gemacht hab und dann fällt es mir wieder ein. Nicht viel von dem was ich tun sollte, aber ganz viel gequatscht und erholsame Logikspiele mit den Kollegen gespielt. Und dann fügte sich das Arbeitsleben langsam wieder in die gewohnten Bahnen. Unter dem visuellen Comic gibt es eine rein textbasierte Version des Comics, Screenreadable Comic Version

Visuelle Version des Comics

Minicomic 5: Laborlüftung, das ganze Comic wird im folgenden in reinen Text transkribiert

Transkription des Comics in reinen Text

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Laborlüftung

Eine Hand hält ein Schlauchende.

Auf meinem Computerbildschirm ist eine Email offen, das ist eine Anfrage der Kollegin drei Räume weiter: „Mittagessen?“

Einer meiner Kollege steht plötzlich in meiner Bürotür und ruft aufgeregt: „Komm sofort mit in Labor!“

Am Boden im Labor ist immer noch Markierung auf dem Boden zu sehen.

Eine Hand hält ein Schlauchende.

Gas blubbert in einer Apparatur.

Meine Hand schließt das Ventil der Gasflasche.

Ich sitze im Büro auf der Pausencouch, unter Schock: „Ich habe das Schlauchende aus seiner Hand gerissen und den Schlauch weit weggeschmissen. In der Apparatur hat Gas geblubbert, also habe ich noch die Gasflasche abgedreht. Ich wusste da schon, dass die Erste Hilfe nichts bringen würde. Es war zu eindeutig zu spät.“

Der Boden im Labor ist leer: „Später haben wir mit den Sachverständigen alles vermessen. Die Laborlüftung ist so gut, dass bei einem Unfall nichts hätte passieren können. Die Wochen danach haben wir restlichen sieben nicht viel gearbeitet sondern geredet und Theorien aufgestellt.“

Das Schlauchende liegt locker in der Hand.

ENDE.

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