Workshop : Trans*sichtbarkeit in Comics

Auf der 7. Trans*Tagung werden Pussybear und ich einen Workshop zu trans Frauen, trans Männern, genderqueeren Menschen und anderen Leuten auf dem Trans*Spektrum halten. Es geht zum einen um trans* Charaktere in Comics, aber auch darum warum wir und andere selber welche zeichnen.

Auf dem Blog hier, habe ich eine Übersicht von Comics mit trans* Charakteren angelegt. Viel Spass beim Comics lesen. Sagt Bescheid welches Comic ich noch vergessen habe.

Workshopbeschreibung

Trans*sichtbarkeit in Comics

Comics, ob es nun Graphic Novels, Webcomics oder Comicstrips sind, verbinden Bilder und Text. In Bildern wird sichtbar wer wir sind, ob andere das schon erkennen können oder nicht. Und vor allem können wir in Comics andere sehen, denen es so geht wie uns. Und wir sehen Menschen die trans* oder genderqueer mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen – auch das ist auch gut. In Webcomics haben wir Vorbilder gefunden, die uns im Alltag gefehlt haben.

Im Workshop geht es um Comics und trans* – wie sich eins in Comics wiederfinden kann – warum wir selber welche zeichnen und um Comics mit Transfrauen, Transmännern und genderqueeren Menschen, die uns inspirieren. Wir haben auf AnnaHeger’s ComicBlog (Link: http://annaheger.wordpress.com/transcomics/) mit einer Sammlung von trans* Webcomics begonnen.

Ihr werdet viel über Comics erfahren, in den Transmenschen oder genderqueere Leute die Hauptrolle spielen. Wir werden auch darüber sprechen welche Bedeutung das Comic zeichnen für uns und unsere Identität hat. Außerdem zeigen wir euch, wie bei uns jeweils ein Comic entsteht – um euch zu motivieren, selbst aktiv zu werden! Wenn ihr wollt, können wir auch zusammen praktisch an Comics arbeiten – aber das kommt optional nach dem Workshop und ist für die, die Lust dazu haben.

AnnaHeger und Pussybear

Pronomen ohne Geschlecht 3.1

Diese Woche ist in dier Queerulant_in Nummer 4 ein Artikel von mir über die Pronomen ohne Geschlecht erschienen. Diesen Text könnt ihr auf der Webseite dies Queerulant_in, in der gedruckten Ausgabe auf Papier oder hier in diesem Blogartikel im folgenden lesen. Außerdem wurde der Artikel am 28.5.2013 auf dem Blog der Mädchenmannschaft querveröffentlicht, dort wird er auch diskutiert.

Die aktuelleste Version der Pronomen ohne Geschlecht gibt es auf der Übersichtsseite.

Queerulant_in Mai 2013 – Jahrgang 2, Ausgabe 1, Nummer 4
Pronomen ohne Geschlecht
Beitrag von AnnaHeger.

Pronomen brauchen nicht zwangsläufig ein Geschlecht. Ich finde es unsinnig bei jeder Erwähnung eines anderen Menschen das Geschlecht anzugeben. Sächliche Pronomen möchte ich für Menschen nicht verwenden. Ich wollte 2009 also selber die Pronomen ohne Geschlecht festlegen, weil ich damals in der deutschen Sprache keine solchen kannte.

Pronomen ohne Geschlecht kenne ich im Englischen schon viele Jahre: ze, gesprochen wie in dem Wort New Zealand, wird anstatt she|he und hir, gesprochen wie in dem Wort here, wird anstatt von her|his verwendet.

Ze hirself calls hir friend. [deutsche Übersetzung: Sie|er ruft ihren|ihre|seine|seinen Freundin|Freund selber an.]

In Schweden gibt es zusätzlich zu „han“ (er) und „hon“ (sie) das genderneutrale Pronomen „hen“ [1]. Das neue Wort wurde schon 2009 in die in die schwedische Nationalenzyklopädie aufgenommen. Letztes Jahr gab es Diskussionen über das Geschlecht der Pronomen nachdem „hen“ in einem Kinderbuch verwendet wurde [2].

Im Deutschen fehlten mir genau solche Pronomen. Also habe ich zusammen mit anderen [3] welche entwickelt. Um den Überblick zu erleichtern, werden im folgenden die Worte ohne Geschlecht fett und die geschlechterspezifischen Worte durchgestrichen dargestellt.

xier – ein Personalpronomen, statt sie|er
dier – ein Artikel und ein Relativpronomen, statt die|der
xies – ein Possessivpronomen, statt ihr|sein

den gesamten Artikel lesen

Projekt : WebComicKollektiv

Für alle die Lust haben beim queeren WebComicKollektiv mitzumachen. Ich will mehr deutschsprachige WebComics abseits des Mainstream lesen.

Ich will keine rassistischen, sexistischen, sich über Körperformen lustig machende, schwulenfeindlich, lesbenfeindliche oder transfeindliche Inhalte und „Witze“. Ihr könnt mich kritisieren wenn ihr sowas bei mir findet. Ich erwartet ihr könnt mit solcher Kritik auch selbst umgehen.

Das erste Thema ist Langsamkeit, weitere werden folgen. Der Termin zur Veröffentlichung ist jeweils der letzte des Monats.

Ausstellung: trans*_homo

Ich freue mich sehr mit Flaschenkürbistheorie und The theory of the eggplant beim Ausstellungsprojekt trans*_homo – Von lesbischen Trans*schwulen und andere Normalitäten im Schwulen Museum in Berlin teilzunehmen. Die Vernissage findet am Donnerstag den 16.8.2012 im Schwulen Museum in Berlin statt. Die Ausstellung wird danach bis November zu sehen sein. Außerdem gibt es ein tolles Begleitbuch, dass nicht nur die augestellten Werke sondern auch Artikel und Essays enthält.

Workshop: Die Entwicklung von FrauenLesbenTrans* Räumen

Ich gebe mit Jacky den Workshop „Die Entwicklung von FrauenLesbenTrans*Räumen: Ein- und Ausschlüsse auf der Grundlage von Identität“ und zwar jetzt zum dritten Mal, am 27.5.2012 von 15 Uhr bis 16:30 Uhr auf dem Lesbenfrühlingstreffen in Nürnberg. Der Kreis schließt sich nachdem wir den Workshop schon in einem queer-feministischen Raum und einem Trans*Raum gehalten haben. Natürlich halten sich in allen drei Räumen Lesben, Trans*Leute und queere Menschen auf – da gibts auch personelle Überschneidungen – ist ja klar.

Hier ein kurzer Text zum Inhalt des Workshops:

Die Entwicklung von FrauenLesbenTrans*Räumen: Ein- und Ausschlüsse auf der Grundlage von Identität

„Frauenfest“
„Party for women – gay & trans welcome“
„Alle Gender willkommen“
„All gender is dreck“
„Workshop beschränkt auf als Mädchen sozialisierte Lesben“

Was für Diskussionen stecken hinter diesen Ein- und Ausschlüssen unterschiedlicher Identitätsgruppen? Warum sind Frauen-Lesben-Räume entstanden und was sind heutzutage die Kontroversen bezüglich dieser Räume in Bezug auf Transfrauen, Transmänner bzw. Trans*? Wann sind Ausschlüsse berechtigt? Welche sind transfeindlich?

Am Beispiel mehrerer Veranstaltungen und Organisationen werden wir versuchen die Auseinandersetzungen, die sich hinter der verschiedenen Ein- und Ausschlusspolitiken verbergen, zu beleuchten. Dabei werden wir u.a. das Lesbenfrühlingstreffen, Ladyfeste und Michigan Womyn’s Music Festival berücksichtigen. Wir möchten anschließend mit euch über die Eignung von Identitätskategorien als Grundlage für Zutritt zu Räumen diskutieren.

Workshop : Abseits der Monogamie

Ich gebe mit Jacky dieses Jahr den Workshop „Abseits der Monogamie“ am 19.05.2012 auf der 5. Trans*Tagung in München. Hier ein kurzer Text zum Inhalt des Workshops:

Welche Konzepte, Versprechen, Überzeugungen und Vorstellungen verbinde ich mit einem Leben abseits der Monogamie? Welche Rolle spielen diese Vorstellungen in meiner Beziehungspraktik und wie beeinflussen sie Beziehungsdynamiken? Dieser Workshop richtet sich an Menschen in einer, keiner oder vielen Beziehungen, die Beziehungsnormen mit uns hinterfragen wollen.