DiverserLesen230810

„Bus 57 – Eine wahre Geschichte“ von der Journalistin Dashka Slater ist vom Inhalt her sehr sehr krass, ein anti-queeres Hassverbrechen. Die Übersetzerin Ann Lecker wählte für das engl. singular they sier Pronomen. Derzeit ist es das Buch in dem sier Pronomen mit Abstand am häufigsten benutzt werden weil in der 3.Person über die Hauptperson Sasha mit „sier“ geschrieben wird. Es ist genial so viele Neopronomen zu lesen. Die im engl. neutralen Substantive werden mit * inklusiv übersetzt. Die kurzen Kapitel betrachten Perspektiven einer Vielzahl von Menschen. Beim Lesen muss eins aushalten wie schlecht es Sasha geht und was die Justiz mit dem jungen Täter Richard macht, es ist vielschichtig. Schließlich geht es Neurodivergenz und Identität.Foto des Buchdeckels von "Bus 57" von Dashka Slater bei Loewe. Der Titel riesig weiß auf einer stilisierten roten Flamme, am unteren Bildrand ein schwarze Feuerzeug und drauf der Verlagsname.

DiverserLesen230808

„Schildmaid – das Lied der Skaldin“ von @JudithCVogt und @EisUndDampf habe ich auf meiner Bibliotheks-App gehört und bin geflasht. Ich tauchte fantastisch in der Welt von Menschen auf der Wiking ein, alles umsponnen von mythologischen Wesen und Geschichten. Es begann mit einem Traum, aus dem der Bau eines Drachenschiffes wurde eine nach der anderen stoßen weitere Frauen zu dem großen gemeinsamen Projekt. Auf der Fahrt, in Kämpfen und Raubzügen kommen noch mehr dazu. Oft sind die Gründe dazuzukommen die Flucht vor Gewalt. Die genderfluide Person und die trans Frau auf dem Schiff waren meinem Herzen sowas von am nächsten. Mythologie und fantastischen Geschichten waren für mich direkt mit meiner Lebendsrealität verbunden – wie es ist zu vielen in einem riesenaktivistischen Projekt zu arbeiten.Deckblatt für die Audio-to-go Version von Schildmaid - Das Lied der Skaldin von Judith & Christian Vogt, gelesen von Lydia Herms. Dahinter groß im Bild der aufwendig mit Schlangenlinien verzierte, aus Holz geschnitzte Drachenkopf was an den Bug eines Wikingerschiff gehört.

DiverserLesen230703

Der erste Roman der #PronomenWieXier in der Originalfassung nutzt: „Blind“ von Annette Juretzki. Es hat ganz viel Raumschiffspolitik und Hierarchiegemenge, aber auch viel schwulen Sex. Aber es geht auch um Religion und Sprachen – so genial wie schnell die Hauptperson Sprachen lernt, die Bedeutung von Sprachenmischung und die Übersetzungs-AI sind auch toll. Das Buch erschien 2017 in dt. Sprache. In dem Jahr gab es auch die erste Romanübersetzung und die erste gestreamte Serien mit xier Pronomen.
Deckblatt mit orangeroter Landschaft und einem großen dunklen Himmelskörper hinter dem die Sonne scheint. Text: Annette Juretzki, Blind, Sternenbrand, Band 1.

DiverserLesen230531

Nebencharaktere in der Welt von „Ace in Space“ von @JudithCVogt und @EisUndDampf haben ganz unaufgeregt xier Pronomen und die Anrede Mx. Dieser spannende, realitätsnahe Sci-Fi Roman beleuchtet Zusammenhänge von Kriegshandlungen, Bodenschätzen und Befreiungsbewegungen. Die Bezeichnungen der dortigen Social Media Kanäle sind so witzig und es ist genial wie Bildbeschreibungen visuelle Medien abbilden.
Foto eines Buchdeckels. Die Spielkarte Pik Ass füllt fast das ganze Format. Das Pik Symbol zerfällt an der Spitze in viele kleine Quadrate. Ein wendiges Raumschiff Typ Düsenjäger fliegt in das schwarze des Piksymbols. Darüber prangt der Titel. Die Autor*innen darüber und die Kante außen herum sind türkis.