Workshop: Labelwerkstatt Sursee

Auf der 5. Schweizer Trans*Tagung werde ich am Sonntag den 3.9.2017 mal wieder einen Labelwerkstattworkshop geben. Hoffentlich wird es wieder so eine voll schöne kleine nichtbinäre Gesprächsinsel wie 2016 auf der Transtagung in München.

Ich würde mich wen von Euch auf der Transtagung im Schweizer Sursee zu treffen. Die findet vom 2. bis 3.9.2017 im Kanton Luzern statt.

Hier die Beschreibung

Der Workshop richtet sich an nonbinary Menschen, an solche die sich keinem binären Geschlecht (weibliche, männlich) zuordnen oder sich nicht nur einem der beiden binären Geschlechter zuordnen. Es zählt die Selbsteinschätzung.

Für Nonbinaries und Menschen die sich nicht (nur) den binären Geschlechtern männlich und weiblich zuordnen ist das mit dem Labeln, mit der Selbstbezeichnung so eine Sache. Label können Macht und Kraft spenden, fremd zugewiesene Label können mich verletzen und begrenzen und manchmal ist die Suche nach einer halbwegs passenden Selbstbezeichnung ein langer Weg.

Wie haben sich eure bevorzugten Label verändert und wo sind ihre Grenzen. Label können Pronomen sein, Geschlechtsbezeichnungen und mehr. Ich bin selber nonbinary und will mit Euch in kleiner Runde persönliche Geschichten austauschen und diskutieren. Der Workshop ist auf die kleine Gruppe von 10 Teilnehmenden beschränkt damit alle zu Wort kommen und ein persönlicher Austausch möglich ist.

Beschreibungen der vorangegangenen Workshops sind auf der Workshopübersichtsseite verlinkt.

DokuComic: Urteile im Residenztheater

Ich war im Theater, letzte Woche. Ich habe währenddessen gesehenes gezeichnet und gehörtes aufgeschrieben. Daraus und aus ein bisschen Recherche ist dieser DokuComic entstanden. Vielen Dank an Ali, Mandinka, Distel, Malaika und Tugendfurie für Kommentare zur Definition des Wortes Whitesplaining. Es braucht vielleicht mehr Worte für eine allumfassende Definition.

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Workshop : Pronomen ohne Geschlecht : Göttingen

Teaser PronomenComicZineHeftchenAm Samstag, den 02.07.2016 werde ich wieder einen Pronomenworkshop halten. Ich wurde von der Fachgruppe Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen hat mich eingeladen, Facebookankündigung.

Ort: Göttingen, Goßlerstraße 1, AStA Seminarraum, unten
Zeit: 2.7.2016, 16-18 Uhr

Workshopbeschreibung

Pronomen ohne Geschlecht – xier, xiese und dier – eine Alternative

Die deutsche Sprache zwingt uns, Geschlechter zu markieren wenn wir über Dritte sprechen, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen eines der beiden herkömmlichen Geschlechter auswählen – auch in Fällen, wenn das Geschlecht nicht relevant ist oder die Person selbst weder männlich noch weiblich ist. Es gibt weder ein allgemeines noch alternative Pronomen.

Anna Heger gibt im Workshop eine Einführung zur nötigen Grammatik um xier (sie,er), xiese (seine, ihre) und dier (die,der) zu benutzen und zu deklinieren. Xier lädt die Teilnehmenden zu einer Diskussion über emanzipatorische Sprache und über Fremd- und Selbstbezeichnung ein.

In xiesem ComicZineHeftchen zum Thema schrieb xier: „Ich denke, dass Sprache nicht wertfrei, sondern ein Spiegel der Verhältnisse ist. Veränderte Verhältnisse brauchen eine veränderte Sprache. Ganz oft werde ich genau dort verändern wollen, wo es nicht mehr auszuhalten ist und wo mir etwas fehlt.“

Zweiseiter : Jungs gucken

Menschen bewerten das Aussehen anderer auf unterschiedliche Weisen, ist ja klar. Das Comic basiert auf einer wahren Geschichte, die mich schon ein paar Jahre immer wieder zum Schmunzeln bringt wenn ich daran denke. Ein paar Details habe ich geändert, zum Beispiel den Ort. Auf dem Boxhagener Platz und in der Umgebung bin ich zwar aufgewachsen, aber die Geschichte ist in München passiert und nicht in Berlin.

Das Comic wurde zuerst analog angefertigt und zwar mit Bleistift auf blauem Karton gezeichnet, mit Tinte geinkt und mit Buntstiften koloriert. Der Text wurde digital mit meinem Handschriftfont angelegt. Dieser Zweiseiter erschien auch in Queerulant_in Nummer 8.

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Workshop: Labelwerkstatt Sonntag München

Mensch mit Oberlippenbart, im Hintergrund schemenhaft zu erkennen viele MenschenAuf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Am Samstag habe ich die Zahl der Teilnehmenden auf 16 beschränkt. Eigentlich ist das auch noch zu viel. Weil es so viele Interessenten gab, hab ich die Labelwerkstatt für Sonntag (8.5. 2016) nochmal ausgeschrieben. Ich war nicht so ganz sicher ob ich genug Energie hab, dann war ich aber sehr froh. Der kleine Workshop mit seiner superschönen Dynamik hat mir sehr sehr viel Energie gegeben.

Wir waren nur zu siebent und schon in der Vorstellungsrunde haben einige gesagt, dass sie sich auf den Workshop als nichtbinäre Insel freuen. Alle haben sich mit Namen, Pronomen und nem Label vorgestellt. Naja, Namen und Pronomen sind ja eigentlich auch Label. Das Label hätte kein persönliches sein müssen, aber alle haben ein solches gewählt. Die einen eine passende Selbstbezeichnung, die anderen eine verletzende Fremdbezeichnung. Und schon waren mir mitten drin im Workshop.

Ein Person schlug vor die eigene Labelbiographie zu erzählen. Nach und nach haben das alle Teilnehmenden gemacht. Es war überhaupt so ein unheimlich ruhig und bedachter Workshop. Immer wenn eins fertig war mit sprechen haben alle erstmal ruhig sinnierend dagesessen. So schön.

Wir diskutierten über zusätzliche Achse, zusätzlich zu Mann-Frau und trans-cis, also vielleicht konform-nichtnormkonform. Ansonsten sprachen wir über Geschlecht als Interaktion, als Teil einer Hierarchie, als Beziehung und als Resonanz.