Neue Seite: Änderungsliste für die Pronomengrammatik

Teaser ComicZine : Xier packt xiesen KofferIch plane bald mal wieder eine aktuelle Version der Pronomen ohne Geschlecht 3.2 herauszubringen. Alle anstehenden Änderungen werden auf einer neuen Seite gesammelt. Unter der Änderungsliste für die Pronomengrammatik sind Kommentare und Feedback sehr willkommen. Gerne auch Aspekte die Euch fehlen. Was fällt Euch bei der Benutzung auf?

Sketchnotes: Erika Mann Ausstellung in der Monacensia Bibliothek

Beim Blogger Walk zur Erika Mann Ausstellung in der Monacensia im Hildebranthaus gab es eine Einführung zum Haus, das zur Münchner Stadtbibliothek gehört, zur Ausstellung selber und zum Archiv mit Nachlässen der Mann Familie. Den Abschluss bildete eine Lyrik live Performance zweier Künstlerinnen vor Ort und zugeschaltet übers Handy. Ich habe zuhörend und zusehend gezeichnet und später koloriert.

3 Gäste des Blogwalks

Blick vom Skizzenbuch in die Erika Mann Ausstellung.

Skizzenbuch und Erika Mann Ausstellung
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Kurzgeschichtenband: Layers of naked

Innerhalb einer Woche im Waldschlösschen in der Nähe von Göttingen haben wir zu neunt ein Buch mit queeren Kurzgeschichten geschrieben. Den Rahmen dafür haben Bram und Mio gegeben, die die BuchLabs Series ins Leben gerufen haben, in kollaboratives Schreibprojekt für queere Autor_innen. Queeres Leben ist wichtig, lasst uns Bücher veröffentlichen.

Wir haben die Schichten unserer Erfahrungen in Kurzgeschichten verarbeitet. In den Geschichten geht es um LGBTQ Themen und um Neurodiversität, Diskriminierung, Passing, Arten von Familie und die Bedeutung von Nacktheit, Krankheit und Begeisterung.

We worked layers of experiences into short stories. The stories touch LGBTQ topics and deal with neurodiversity, bigotry, passing, kinds of family, the meaning of nakedness, illness and joy. I feel full of joy for my stories and elated at the coauthor’s stories that I saw come into existence and grow. I am happy about all the insights I got from them and the input I gave to them.

Leseprobe des Buches

‚Layers of naked‘. BuchLabs Series. 104 Seiten, 12 x 19 cm. ISBN 978-94-93149-02-1. € 10.

Caroline Ausserer
Niu Borge
Jona Brink
né Fink
Anna Gulczyńska
Anna Heger
Karim Kehrwieder
Benjamin Löhmke
Wim Rooth

Comicdokumentation: Ist das diese Gerechtigkeit ?

In der Comicdokumentation „Ist das diese Gerechtigkeit ?“ zeichne ich einen Verhandlungstag am Oberlandesgericht München beim NSU-Prozess nach. Ich habe am 345. Verhandlungstag auf der Besuchertribüne mit Buntstiften gezeichnet und aquarelliert. Ich habe nicht mitgeschrieben. Um die Comicdokumentation anzufertigen habe ich mich an den Verhandlungsprotokollen des NSU-watch orientiert. Ich bin sehr dankbar, dass ich Zitate aus den Verhandlungsprotokollen verwenden darf.

Blick auf die Demo zum Beginn des NSU-Prozess in München. Das Oberlandesgericht morgens am 9. Februar 2017. Weiterlesen

Workshop: Labelwerkstatt Sursee

Auf der 5. Schweizer Trans*Tagung werde ich am Sonntag den 3.9.2017 mal wieder einen Labelwerkstattworkshop geben. Hoffentlich wird es wieder so eine voll schöne kleine nichtbinäre Gesprächsinsel wie 2016 auf der Transtagung in München.

Ich würde mich wen von Euch auf der Transtagung im Schweizer Sursee zu treffen. Die findet vom 2. bis 3.9.2017 im Kanton Luzern statt.

Hier die Beschreibung

Der Workshop richtet sich an nonbinary Menschen, an solche die sich keinem binären Geschlecht (weibliche, männlich) zuordnen oder sich nicht nur einem der beiden binären Geschlechter zuordnen. Es zählt die Selbsteinschätzung.

Für Nonbinaries und Menschen die sich nicht (nur) den binären Geschlechtern männlich und weiblich zuordnen ist das mit dem Labeln, mit der Selbstbezeichnung so eine Sache. Label können Macht und Kraft spenden, fremd zugewiesene Label können mich verletzen und begrenzen und manchmal ist die Suche nach einer halbwegs passenden Selbstbezeichnung ein langer Weg.

Wie haben sich eure bevorzugten Label verändert und wo sind ihre Grenzen. Label können Pronomen sein, Geschlechtsbezeichnungen und mehr. Ich bin selber nonbinary und will mit Euch in kleiner Runde persönliche Geschichten austauschen und diskutieren. Der Workshop ist auf die kleine Gruppe von 10 Teilnehmenden beschränkt damit alle zu Wort kommen und ein persönlicher Austausch möglich ist.

Beschreibungen der vorangegangenen Workshops sind auf der Workshopübersichtsseite verlinkt.

DokuComic: Urteile im Residenztheater

Ich war im Theater, letzte Woche. Ich habe währenddessen gesehenes gezeichnet und gehörtes aufgeschrieben. Daraus und aus ein bisschen Recherche ist dieser DokuComic entstanden. Vielen Dank an Ali, Mandinka, Distel, Malaika und Tugendfurie für Kommentare zur Definition des Wortes Whitesplaining. Es braucht vielleicht mehr Worte für eine allumfassende Definition.

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Workshop : Pronomen ohne Geschlecht : Göttingen

Teaser PronomenComicZineHeftchenAm Samstag, den 02.07.2016 werde ich wieder einen Pronomenworkshop halten. Ich wurde von der Fachgruppe Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen hat mich eingeladen, Facebookankündigung.

Ort: Göttingen, Goßlerstraße 1, AStA Seminarraum, unten
Zeit: 2.7.2016, 16-18 Uhr

Workshopbeschreibung

Pronomen ohne Geschlecht – xier, xiese und dier – eine Alternative

Die deutsche Sprache zwingt uns, Geschlechter zu markieren wenn wir über Dritte sprechen, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen eines der beiden herkömmlichen Geschlechter auswählen – auch in Fällen, wenn das Geschlecht nicht relevant ist oder die Person selbst weder männlich noch weiblich ist. Es gibt weder ein allgemeines noch alternative Pronomen.

Anna Heger gibt im Workshop eine Einführung zur nötigen Grammatik um xier (sie,er), xiese (seine, ihre) und dier (die,der) zu benutzen und zu deklinieren. Xier lädt die Teilnehmenden zu einer Diskussion über emanzipatorische Sprache und über Fremd- und Selbstbezeichnung ein.

In xiesem ComicZineHeftchen zum Thema schrieb xier: „Ich denke, dass Sprache nicht wertfrei, sondern ein Spiegel der Verhältnisse ist. Veränderte Verhältnisse brauchen eine veränderte Sprache. Ganz oft werde ich genau dort verändern wollen, wo es nicht mehr auszuhalten ist und wo mir etwas fehlt.“

Zweiseiter : Jungs gucken

Menschen bewerten das Aussehen anderer auf unterschiedliche Weisen, ist ja klar. Das Comic basiert auf einer wahren Geschichte, die mich schon ein paar Jahre immer wieder zum Schmunzeln bringt wenn ich daran denke. Ein paar Details habe ich geändert, zum Beispiel den Ort. Auf dem Boxhagener Platz und in der Umgebung bin ich zwar aufgewachsen, aber die Geschichte ist in München passiert und nicht in Berlin.

Das Comic wurde zuerst analog angefertigt und zwar mit Bleistift auf blauem Karton gezeichnet, mit Tinte geinkt und mit Buntstiften koloriert. Der Text wurde digital mit meinem Handschriftfont angelegt. Dieser Zweiseiter erschien auch in Queerulant_in Nummer 8.

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Workshop: Labelwerkstatt Sonntag München

Mensch mit Oberlippenbart, im Hintergrund schemenhaft zu erkennen viele MenschenAuf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Am Samstag habe ich die Zahl der Teilnehmenden auf 16 beschränkt. Eigentlich ist das auch noch zu viel. Weil es so viele Interessenten gab, hab ich die Labelwerkstatt für Sonntag (8.5. 2016) nochmal ausgeschrieben. Ich war nicht so ganz sicher ob ich genug Energie hab, dann war ich aber sehr froh. Der kleine Workshop mit seiner superschönen Dynamik hat mir sehr sehr viel Energie gegeben.

Wir waren nur zu siebent und schon in der Vorstellungsrunde haben einige gesagt, dass sie sich auf den Workshop als nichtbinäre Insel freuen. Alle haben sich mit Namen, Pronomen und nem Label vorgestellt. Naja, Namen und Pronomen sind ja eigentlich auch Label. Das Label hätte kein persönliches sein müssen, aber alle haben ein solches gewählt. Die einen eine passende Selbstbezeichnung, die anderen eine verletzende Fremdbezeichnung. Und schon waren mir mitten drin im Workshop.

Ein Person schlug vor die eigene Labelbiographie zu erzählen. Nach und nach haben das alle Teilnehmenden gemacht. Es war überhaupt so ein unheimlich ruhig und bedachter Workshop. Immer wenn eins fertig war mit sprechen haben alle erstmal ruhig sinnierend dagesessen. So schön.

Wir diskutierten über zusätzliche Achse, zusätzlich zu Mann-Frau und trans-cis, also vielleicht konform-nichtnormkonform. Ansonsten sprachen wir über Geschlecht als Interaktion, als Teil einer Hierarchie, als Beziehung und als Resonanz.

Workshop: Labelwerkstatt Samstag München

Mensch mit dunklen Haaren sagt: Das ist meine Selbstdefinition ... Komplex sein, Zeit brauchen ist okay so.Auf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Die beiden Durchgänge waren sehr unterschiedlich. Das lag natürlich an den Teilnehmenden, aber auch an der Gruppengröße. Ich denke ein Workshop bei dem persönliche Geschichten im Vordergrund stehen funktioniert umso besser desto kleiner die Gruppe. Am Samstag (7.5. 2016) waren es vielleicht doch zu viele. Vom Sonntag erzähle ich in nem anderen Post.

Die Labelwerkstatt richtet sich an Non-binaries oder Menschen, die sich nicht (nur) einem der beiden binären Geschlechter (männlich, weiblich) zuordnen. Zu Anfang haben sich alle kurz vorgestellt und wir haben mit Labeldefinition an Hand der großen Tüte Labelzettel, die ich mithatte. Die Sammlung gibt es auf Die Liste von Gaenseblumenblog. Im Laufe der Labelwerkstatt tauchten auch noch andere Wörter auf:

  • Urning
  • Nummer Acht (nach Harry Benjamin)
  • Bloss nicht hetero
  • cis bin ich auf keinen Fall
  • Väterin
  • Neuer moderner Mann
  • FtoN (n als mathematisches Zeichen für viele)

In den Gesprächen ging es um die Geschichte von Labeln, um ihre Vergänglichkeit, um Label als Ressource. Gerade für Non-binaries hat die Suche nach einem Label für sich selbst mit einer Suche nach der eigenen Identität zu tun. Und das eigene Label hat immer auch mit den anderen zu tun. Eins der Teilnehmenden sagte: “ Wir sind ja auch der Alltag der Anderen, eigentlich sind wir mittendrin.“

SketchNotes: Vernetzungstreffen SOR-SMC

Ich habe heute das Vernetzungstreffen von Schule Ohne Rassismus Schule Mit Courage, SOR-SMC Region Oberbayern zeichnend dokumentiert. Ich war zeichnend mit dabei als alle morgens ankamen und begleitete die Schülerinnen und Schüler dann in die Workshops. Das Zeichnen vor Ort hat super geklappt und die Präsentation im Abschlussplenum auch. (Mit der Maus ohne zu klicken auf den Bildern verweilen um die Bildbeschreibung zu lesen.)

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SOR-SMC ist ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen. Der Bonner Verein Aktion Courage e.V. initiierte das deutschlandweite Projekt im Jahre 1995 wegen der damaligen Welle rassistischer und rechtsextremistisch motivierter Gewalt. Die Schüllerinnen und Schüler der Schulen entwickeln Schulprojekte um Rassismus und andere Diskriminierungen anzugehen. Ein Schule ganz ohne Rassismus ist natürlich ein utopisches Ziel und es geht um die bessere Wahrnehmung der rassistischen und anderweitig diskriminierenden Strukturen, damit sie verändert werden können und den Schülerinnen und Schülern weniger schaden.
Ein zentrales Thema des diesjährigen Vernetzungstreffens war Intersektionalität. Das Konzept wurde noch vor den Workshops von Sookee sehr sehr verständlich erklärt, an Hand von Mikado und wie sich die Mikadostäbchen überlagern und wie alles wackelt wenn ich eins bewege. Und sie gab viele Beispiele wie die Überlagerung von Diskriminierungsachsen im Leben von Menschen aussehen können. Die Workshops beschäftigten sich mit der Situation von Geflüchteten (Pastinaken), mit Empowerment durch Sport, mit Behinderungen und Inkulusion, mit Homo- und Transfeindlichkeiten (Diversity München), mit Sexismus und Rapmusik (Sookee), mit rechten Parolen (Pastinaken) und mit Homestory Deutschland, Schwarze Biografien in Geschichte und Gegenwart (ISD Bund).

Tag des stündlichen Comics: 1.2.2016

Es ist wieder der erste Februar. Auch 2016 habe ich stündlich gezeichnet, das ist jetzt das sechste Jahr, dass ich mitmache. Diesmal gibt es auch wieder nur ein Panel pro Stunde und nächstes Jahr sollen es wieder mehrere sein. Das macht das Geschichten erzählen einfacher und weniger symbolschwanger. Die Nachbearbeitung ging schnell, weil die Panels schon für Instagram vorbereitet wurden. Die fertigen Panels erschienen auch fast zeitnah auf Twitter. Links zu den stündlichen Comics der letzten Jahre gibt es auf der Übersichtsseite.

Hourlies2016 alles

MiniComic 17 (IPA): Kritik von weißen Schafen an weißen Schafen

Dieses Minicomic könnt ihr auch ohne Umschrift mit regulären Buchstaben lesen]
Dieses Comic über das Üben von Kritik in einer Gruppe von ähnlich priviliegierten Menschen basiert auf dem Text Challenging homophobia, racism and other oppressive moments [English] von Nicole LeFavour, 2001. Dort gibt es auch noch ein Anweisung wie auf die erfolgte Kritik reagiert werden kann: 1. ruhig durchatmen, 2. zuhören, 3. sich für Kritik bedanken, 4. aktiv Situation verbessern, 5. später über Kritik weiter nachdenken.
Eddie ein Freund von mir, hat das gesamte Comic Nummer 17 für ein Seminar mit dem Internationale Phonetische Alphabet (IPA) geschrieben. So gaaaanz superstreng nach der IPA-Liste ging Eddie allerdings nicht vor, weil es ein Einführungskurs war und daher einige Regeln vereinfacht worden sind. Z.B. benutzt Eddie im Kurs das Zeichen r für das vorn gerollte R (wie im Russischen/Arabischen) wegen der guten Erkennbarkeit statt dem im Rachen gerollten ʀ wie es in den meisten deutschen Dialekten intoniert wird. Aber jede Transkription ist sowieso und überhaupt streitbar… Ich bin voll begeistert davon, deswegen gibts das jetzt hier auf meinem Blog.

MiniComic Kritik in IPA

 

Workshop: Labelwerkstatt Berlin

20150905_191010Auf auf dem Mini Queer ZineFest Berlin III im f.a.q. laden habe ich einen sehr kleinen Labelwerkstatt Workshop gegeben. In so kleiner Runde lassen sich Themen wie Selbstbezeichnung, welche Label benutze ich viel besser besprechen. Dadurch dass alle Teilnehmenden gleich in der Vorstellungsrunde zu Wort kommen stellt sich bald eine vertrauensvolle Atmosphäre ein. So war es jedenfalls auf dem Mini Queer ZineFest und ich bin immer noch sehr begeistert.