Comic Dokumentation : Ist das diese Gerechtigkeit ?

In der Comicdokumentation „Ist das diese Gerechtigkeit ?“ zeichne ich einen Verhandlungstag am Oberlandesgericht München beim NSU-Prozess nach. Ich habe am 345. Verhandlungstag auf der Besuchertribüne mit Buntstiften gezeichnet und aquarelliert. Ich habe nicht mitgeschrieben. Um die Comicdokumentation anzufertigen habe ich mich an den Verhandlungsprotokollen des NSU-watch orientiert. Ich bin sehr dankbar, dass ich Zitate aus den Verhandlungsprotokollen verwenden darf.

Blick auf die Demo zum Beginn des NSU-Prozess in München. Das Oberlandesgericht morgens am 9. Februar 2017. Weiterlesen

Workshop : Pronomen ohne Geschlecht : Göttingen

Teaser PronomenComicZineHeftchenAm Samstag, den 02.07.2016 werde ich wieder einen Pronomenworkshop halten. Ich wurde von der Fachgruppe Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen hat mich eingeladen, Facebookankündigung.

Ort: Göttingen, Goßlerstraße 1, AStA Seminarraum, unten
Zeit: 2.7.2016, 16-18 Uhr

Workshopbeschreibung

Pronomen ohne Geschlecht – xier, xiese und dier – eine Alternative

Die deutsche Sprache zwingt uns, Geschlechter zu markieren wenn wir über Dritte sprechen, ob wir wollen oder nicht. Wir müssen eines der beiden herkömmlichen Geschlechter auswählen – auch in Fällen, wenn das Geschlecht nicht relevant ist oder die Person selbst weder männlich noch weiblich ist. Es gibt weder ein allgemeines noch alternative Pronomen.

Illi Anna Heger gibt im Workshop eine Einführung zur nötigen Grammatik um xier (sie,er), xiese (seine, ihre) und dier (die,der) zu benutzen und zu deklinieren. Xier lädt die Teilnehmenden zu einer Diskussion über emanzipatorische Sprache und über Fremd- und Selbstbezeichnung ein.

In xiesem ComicZineHeftchen zum Thema schrieb xier: „Ich denke, dass Sprache nicht wertfrei, sondern ein Spiegel der Verhältnisse ist. Veränderte Verhältnisse brauchen eine veränderte Sprache. Ganz oft werde ich genau dort verändern wollen, wo es nicht mehr auszuhalten ist und wo mir etwas fehlt.“

Comic : Jungs gucken

Hintergrund des Comics

Attraktionen funktionieren nicht bei allen Menschen gleich. Begeisterung wächst auf unterschiedliche Weisen. Das Comic basiert auf einer wahren Geschichte, die mich schon ein paar Jahre immer wieder zum Schmunzeln bringt wenn ich daran denke. Ein paar Details habe ich geändert, zum Beispiel den Ort. Auf dem Boxhagener Platz und in der Umgebung bin ich zwar aufgewachsen, aber die Geschichte spielte nicht in Berlin.

Das Comic wurde zuerst analog angefertigt mit Bleistift auf blauem Karton gezeichnet, mit Tinte geinkt und mit Buntstiften koloriert. Dieser Zweiseiter erschien auch in Queerulant_in Nummer 8. Unter dem visuellen Comic gibt es eine rein textbasierte Version des Comics, Screenreadable Comic Version.

Visuelle Version des Comics

Comic Jungs Gucken Seite 1/2, das ganze Comic wird im folgenden in reinen Text transkribiert Weiterlesen

Workshop : Labelwerkstatt Sonntag München

Mensch mit Oberlippenbart, im Hintergrund schemenhaft zu erkennen viele MenschenAuf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Am Samstag habe ich die Zahl der Teilnehmenden auf 16 beschränkt. Eigentlich ist das auch noch zu viel. Weil es so viele Interessenten gab, hab ich die Labelwerkstatt für Sonntag (8.5. 2016) nochmal ausgeschrieben. Ich war nicht so ganz sicher ob ich genug Energie hab, dann war ich aber sehr froh. Der kleine Workshop mit seiner superschönen Dynamik hat mir sehr sehr viel Energie gegeben.

Wir waren nur zu siebent und schon in der Vorstellungsrunde haben einige gesagt, dass sie sich auf den Workshop als nichtbinäre Insel freuen. Alle haben sich mit Namen, Pronomen und nem Label vorgestellt. Naja, Namen und Pronomen sind ja eigentlich auch Label. Das Label hätte kein persönliches sein müssen, aber alle haben ein solches gewählt. Die einen eine passende Selbstbezeichnung, die anderen eine verletzende Fremdbezeichnung. Und schon waren mir mitten drin im Workshop.

Ein Person schlug vor die eigene Labelbiographie zu erzählen. Nach und nach haben das alle Teilnehmenden gemacht. Es war überhaupt so ein unheimlich ruhig und bedachter Workshop. Immer wenn eins fertig war mit sprechen haben alle erstmal ruhig sinnierend dagesessen. So schön.

Wir diskutierten über zusätzliche Achse, zusätzlich zu Mann-Frau und trans-cis, also vielleicht konform-nichtnormkonform. Ansonsten sprachen wir über Geschlecht als Interaktion, als Teil einer Hierarchie, als Beziehung und als Resonanz.

Workshop : Labelwerkstatt Samstag München

Mensch mit dunklen Haaren sagt: Das ist meine Selbstdefinition ... Komplex sein, Zeit brauchen ist okay so.Auf der 9. Trans*Tagung hab ich zweimal ne Labelwerkstatt durchgeführt. Die beiden Durchgänge waren sehr unterschiedlich. Das lag natürlich an den Teilnehmenden, aber auch an der Gruppengröße. Ich denke ein Workshop bei dem persönliche Geschichten im Vordergrund stehen funktioniert umso besser desto kleiner die Gruppe. Am Samstag (7.5. 2016) waren es vielleicht doch zu viele. Vom Sonntag erzähle ich in nem anderen Post.

Die Labelwerkstatt richtet sich an Non-binaries oder Menschen, die sich nicht (nur) einem der beiden binären Geschlechter (männlich, weiblich) zuordnen. Zu Anfang haben sich alle kurz vorgestellt und wir haben mit Labeldefinition an Hand der großen Tüte Labelzettel, die ich mithatte. Die Sammlung gibt es auf Die Liste von Gaenseblumenblog. Im Laufe der Labelwerkstatt tauchten auch noch andere Wörter auf:

  • Urning
  • Nummer Acht (nach Harry Benjamin)
  • Bloss nicht hetero
  • cis bin ich auf keinen Fall
  • Väterin
  • Neuer moderner Mann
  • FtoN (n als mathematisches Zeichen für viele)

In den Gesprächen ging es um die Geschichte von Labeln, um ihre Vergänglichkeit, um Label als Ressource. Gerade für Non-binaries hat die Suche nach einem Label für sich selbst mit einer Suche nach der eigenen Identität zu tun. Und das eigene Label hat immer auch mit den anderen zu tun. Eins der Teilnehmenden sagte: “ Wir sind ja auch der Alltag der Anderen, eigentlich sind wir mittendrin.“

Comic Dokumentation : Vernetzungstreffen für Schule-ohne-Rassismus-Schule-mit-Courage

Ich habe heute das Vernetzungstreffen von Schule Ohne Rassismus Schule Mit Courage, SOR-SMC Region Oberbayern zeichnend dokumentiert. Ich war zeichnend mit dabei als alle morgens ankamen und begleitete die Schülerinnen und Schüler dann in die Workshops. Das Zeichnen vor Ort hat super geklappt und die Präsentation im Abschlussplenum auch. (Mit der Maus ohne zu klicken auf den Bildern verweilen um die Bildbeschreibung zu lesen.)

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Tag des stündlichen Comics : 1.2.2016

Es ist wieder der erste Februar. Auch 2016 habe ich stündlich gezeichnet, das ist jetzt das sechste Jahr, dass ich mitmache. Diesmal gibt es auch wieder nur ein Panel pro Stunde und nächstes Jahr sollen es wieder mehrere sein. Das macht das Geschichten erzählen einfacher und weniger symbolschwanger. Die Nachbearbeitung ging schnell, weil die Panels schon für Instagram vorbereitet wurden. Die fertigen Panels erschienen auch fast zeitnah auf Twitter. Links zu den stündlichen Comics der letzten Jahre gibt es auf der Übersichtsseite.

Hourlies2016 alles

Minicomic 17 (IPA) : Kritik von weißen Schafen an weißen Schafen

Hintergrund des Comics

Dieses Minicomic gibt es auch mit regulären Buchstaben lesen. Ein Comic über das Üben von Kritik in einer Gruppe von ähnlich privilegierten Menschen basiert auf dem Text Challenging homophobia, racism and other oppressive moments von Nicole LeFavour, 2001. Dort gibt es auch noch ein Anweisung wie auf die erfolgte Kritik reagiert werden kann: 1. ruhig durchatmen, 2. zuhören, 3. sich für Kritik bedanken, 4. aktiv Situation verbessern, 5. später über Kritik weiter nachdenken.

Minicomic Kritik in IPA
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Workshop : Labelwerkstatt Wien

Label_WorkshopSheetLetztes Jahr hab ich zusammen mit der Orga vom FemCamp2014 ein Erklärcomic über Barcamps gemacht und dieses Jahr hatte ich Zeit teil zu nehmen am FemCamp2015.

Also hab ich im ersten Plenum ein Workshop angeboten. Der hieß Labelwerkstatt. Es ging darum über Label zu diskutieren:

  • Label die eins selber nutzt zu definieren
  • Geschichten wo eins Label benutzt aufzuschreiben
  • die Sicht anderer auf das Label
  • Kritik und Probleme

Die Idee ist aus Twitterdiskussionen hervorgegangen, da ging es um einen Mangel an Identitäts- und Orientierungslabels. Deswegen und weil ich mich damit auskenne war das der Fokus im Workshop. Ein und dasselbe Label kann empowernd für die einen sein und andere schlimm triggern und/oder verletzen.

Ausgangspunkt:

Am ersten Tag sind wir über die Vorstellungsrunde nicht hinausgekommen. Zum einen hatten wir nur 60 Minuten Zeit und zum anderen waren sehr sehr viele Menschen (>30) im Workshop. Ich bin froh, dass wir eine Vorstellungsrunde gemacht haben. Ich hab so auch überhaupt ein besseres Gefühl zu den Barcampteilnehmis bekommen. Außerdem war die erste Übung ein Label zu ziehen und das für die anderen zu definieren, oder jemanden anderen das kurz definieren zu lassen. Damit konnten Wissensunterschiede ausgeglichen werden.

Die Labelliste hatte Lian (@lhabc) nach Twitter-Diskussionen angelegt.

Tweets nach dem Workshop:

Am zweiten Tag hatten wir wir wieder eine Stunde. Ich hatte das Arbeitsblatt was ihr oben seht vorbereitet. Die Teilnehmis haben das alleine ausgefüllt, für ein Label xieser Wahl und dann in kleineren Gruppen diskutiert:

  1. Kästchen – Das Label um das es geht.
  2. Kreis – Kontakt Info (OPTIONAL!)
  3. Sprechblase – Definition des Labels (Die eigene Definition, verschiedene Definitionen von Menschen stehen nebeneinander)
  4. Kasten – Unterdrückungen und Privilegien (Wo stehe ich)
  5. 7 Panels – Geschichte oder Geschichten zu dem Label (in Comicform oder als Notizen)
  6. 7 Kreise – Kritik und Probleme die mit und bei diesem Label entstehen können.

Comic : Süsskartoffeln

Mein zweiter Beitrag zur einer DailyComicChallenge, die eine befreundeten Comiczeichnerin, Henna Hoplin, ins Leben gerufen hat. Das Thema vom 18.4.2015 hab ich selbst gestellt: REZEPT zeichne eine Kochanleitung, je leichter und schneller das Rezept um so besser.

Ich hab mich für eines meiner Lieblingsrezepte entschieden. Das ist ursprünglich von Yotam Ottolenghi (Genussvoll vegetarisch). Ich habe es immer wieder abgewandelt, je nach dem welche Zutaten da sind.

Süsskartoffel

Tag des stündlichen Comics : 1.2.2015

Es ist wieder der erste Februar. 2015 bin ich zu Hause. Ich habe stündlich Skizzen gemacht. Diesmal gibt es auch mehr als ein Panel pro Stunde und, oh Überaschung, dann erzählen die Panels was passiert ist und es braucht weniger Text. Diesmal dauerte die Nachbearbeitung auch nur eine Woche. Ich bin ganz stolz drauf. Eigentlich soll ja der Zeichenaufwand so sein, dass es nebenher am HourlyComicDay alles zeichnen läßt. Naja, mal sehen ob das nächstes Jahr klappt. Die fertigen Panels erschienen zeilenweise auf Twitter und jetzt hier auf dem Blog komplett. Links zu den stündlichen Comics der letzten Jahre gibt es auf der Übersichtsseite. Ich werde auch noch andere Hourlies verlinken: @Distelfliege Twitter Hourlies

Hourlies2015 alles

Comic : Sendemasten oder Empfangsantennen

Das Comic ist aus einem Nachmittag/Abend Skizzieren entstanden. Wir haben zu viert nebeneinander her gezeichnet. Nach ein bisschen YouTube gucken mit visuellen Notizen haben wir unsere Köpfe leer gezeichnet und uns weiter treiben lassen.

Ich wollte mich nicht beschränken und hab verschiedene Papiere benutzt und Pinsel, Füllfederhalter und Buntstifte abgewechselt, eigentlich reicht eine Sorte Stift oder Pinsel. Es geht darum die innere Zensur („och das ist nicht gut“ etc.) abzustellen. Die Bilder müssen nichts miteinander zu tun haben, können aber auf einander aufbauen. An die dreißig Panel sind entstanden. Ich habe sie fortlaufend nummeriert.

Je mehr ich wahllos zeichnete um so mehr wollten die Panels eine Geschichte ergeben. Wieder daheim habe ich die einzelnen Panel so zusammengelegt, dass die Geschichte funktioniert (also nicht chronologisch). Ich brauchte ein zusätzliches Panel und Text.

Sendemasten_Upload_A

Tag des stündlichen Comics : 1.2.2014

Hintergrund des Comics

An dem Wochenende in Zürich habe ich dann nicht nur einen Pronomenworkshop gehalten, sondern auch gelernt mit der App zu zeichen. Es gibt keine Ebenen, aber verschiedene „Pinsel“ und eine Zoommöglichkeit. Ich war überrascht wie viel dynamischer meine Zeichnungen durch die Beschränkung wurden. Zumal die restlichen Panels in der morgendlichen und nachmittäglichen S-Bahn zu Ende gezeichnet wurden, entsprechend der Liste mit dem was passiert war, inklusive Uhrzeiten. Ich veröffentliche erst jetzt weil letzte Woche auch Queerulant_in Nr.7 herausgekommen ist. Dort ist mein Comic zu finden, mit einem toll gelayoutetem Hintergrund in hellgrau und weiß. Das Thema der Ausgabe sind Freund_innenschaften/Beziehungen. Da passt das StundenComic ganz gut. Unter dem visuellen Comic gibt es eine rein textbasierte Version des Comics, Screenreadable Comic Version.

Visuelle Version des Comics

Stündliches Comic vom 1. Februar 2014, das ganze Comic wird im folgenden in reinen Text transkribiert Weiterlesen

Comic : Ufer-tanzen-Wolf

Es gibt jetzt in München ein queer-feministisches Comickollektiv. Das spielt sich hauptsächlich ausserhalb des Internets ab, so mit Treffen und zusammen zeichnen. Hier ein Beispiel für unsere kollaborativen Comicprojekte. Mir wurden von den anderen die Worte Ufer, tanzen und Wolf gegeben und ich hab den Comic in ner Stunde oder so gezeichnet. Es ist voll schön mit tollen Menschen, Musik und Konzentration beim Zeichnen zusammen zu sitzen.

Workshop : trans Sichtbarkeit in Comics

Auf der 7. Trans*Tagung werden Pussybear und ich einen Workshop zu trans Frauen, trans Männern, genderqueeren Menschen und anderen Leuten auf dem Trans*Spektrum halten. Es geht zum einen um trans* Charaktere in Comics, aber auch darum warum wir selber und andere welche zeichnen.

Auf dem Blog hier, habe ich eine Übersicht von Comics mit trans* Charakteren angelegt. Viel Spass beim Comics lesen. Sagt Bescheid welches Comic ich noch vergessen habe.

Workshopbeschreibung

Trans*sichtbarkeit in Comics

Comics, ob es nun Graphic Novels, Webcomics oder Comicstrips sind, verbinden Bilder und Text. In Bildern wird sichtbar wer wir sind, ob andere das schon erkennen können oder nicht. Und vor allem können wir in Comics andere sehen, denen es so geht wie uns. Und wir sehen Menschen die trans* oder genderqueer mit sehr unterschiedlichen Erfahrungen – auch das ist auch gut. In Webcomics haben wir Vorbilder gefunden, die uns im Alltag gefehlt haben.

Im Workshop geht es um Comics und trans* – wie sich eins in Comics wiederfinden kann – warum wir selber welche zeichnen und um Comics mit Transfrauen, Transmännern und genderqueeren Menschen, die uns inspirieren.

Ihr werdet viel über Comics erfahren, in den Transmenschen oder genderqueere Leute die Hauptrolle spielen. Wir werden auch darüber sprechen welche Bedeutung das Comic zeichnen für uns und unsere Identität hat. Außerdem zeigen wir euch, wie bei uns jeweils ein Comic entsteht – um euch zu motivieren, selbst aktiv zu werden! Wenn ihr wollt, können wir auch zusammen praktisch an Comics arbeiten – aber das kommt optional nach dem Workshop und ist für die, die Lust dazu haben.

Illi Anna Heger und Pussybear